Donnerstag den 26. Juli

So wie der vorherige Tag aufhoerte.....

Es waren ja nur noch circa 250 Seiten uebrig...aber meine Augen sind mir einfach zugefallen. Und JEZT wurde es spannend.....wer wohl uerberleben wird.....Eigentlich hatte ich per Rad zur Shopping Mall fahren koennen, oder zum kleinen See hier.....aber Voldz hatte einen boesen Zauber ueber mich gelegt. Nach dem Aufstehen gegen 9h (Bud und Denise waren beide arbeiten, Mega schlief bis 12h15) war wieder Baby-Spielen mit Copper an der Tagesordnung. Nach meinem selbst gebastelten Fruehstueck aus wieder sehr bunt aussehenden Cereals war dann HP an der Reihe. Die Zeit wurde wirklich knapp. Bud sollte mich um 11h30 abholen, wenn der Arzt Verspaetung hat, spaeter. Hoffentlich hat er....wird knapp. Copper schien den Ernst der Lage zu verstehen und versteckte sich samt Baby an einem Voldemort sicheren Ort....unter meinem Sofa. Ich las und las....und die Seiten wollten nicht weniger werden. Zur volden (eh, vollen) Stunde das tolle oertliche Glockenspiel (gegen Mittag sogar immer 2 Bachchoraele und ein weiteres Stueck), musste ich mich gegen 11h abfahrtsbereit machen. Bud kam dann puenktlich 10 Minuten nach Harry-Potter Ende. Als ob er gewusste haette, dass ich um 12h05 fertig wueder.

Bud wollte mir den Golf Club der Familie zeigen, und erklaerte mir waehrend dem Verzehr einer herrlichen Fajita meinerseits und eines Paninis (man hat hier komische Vorstellungen von einem solchen) stellten wir fest, dass jemand die Uhr auf 13h30 gestellt hatte. Wir mussten sputen, mein Zeugs holen und als die Autouhr 2:00 zeigte, waren wir in Norway angekommen. Bernhard kuemmerte sich noch 10 Minuten lang um " soe Broblaems wiss soe leitts" und nachdem jeder etwas sehen konnte ohne verblendet zu werden, fand eine produktive Probe statt, in der Bernhard versuchte, Musikalitaet und Klang so zu verbessern, als haetten wir jeden Tag ueben koennen um die klanglichen Moeglichkeiten des Raumes ausnuetzen zu koennen. Es machte SPass zu sehen, wie seine oft eindringlichen und direkten Worte den Klang wandelten und das Orchester nach dem vielen Draussen spielen, auch drinnen wieder gut zu klingen wusste. Dass einige Register so mache technische Passagen immer noch nicht bewaeltigen (oder einige schwarze Schafe) und einige so eilog sind, dass sie rennen muessen, genau dies mochte dieser Saal nun ueberhaupt nicht zu verstecken. In Hoffnung auf viel Konzentration am Abend, wurde die Probe puenktlich beendet. Nach Verstauen der Instrumente im Bandraum, brachte mich Bud zur Shopping Mall, wo auch Denise ankam, um mir typisch amerikanische Geschaefte und "things" zu zeigen. So manche Kuriositaet war dabei. Bud verabschiedete sich und Denise und ich wechselten den Ort um Fudge zu bersorgen. Diese schokoladenartige und je nach Inhalt andersaussehende feste aber doch weichere fast klenrige Masse wurde in einigen Varianten gekauft und Denise zeigte mir typische Michigan/Candyz, die es sonst nicht gibt. Einige Proben davon finden sich nun samt Denises Rezepte in meinem Koffer. Mal sehen, wie einfach sich da Fudges nachkochen lassen.

Zu Hause angekommen, um einige Dollars aermer, bereitet Denise das ABendessen, Bud die Getraenke, und ich das Konzert vor. Nach dem Buegeln meines T-Shirts verliess ich den Keller ( wo es einen Fitnessraum samt Laufband und Armgeraete gibt) und dem unteren TV Zimmer mit mega Plasmaschirm, rief Denise zum Abendessen. Ohen weisses T-Shirt essen sich Spaghetti besser. Das Corn sei nicht so doll, ich kann da keinen Vergleich machen. Gegen 18 sind wir aufgebrochen, gegen 17h30 waren wir in Norway. Nach dem Einspielen im Proberaum trug ich EH und die Floeten auf die Buehne. Steve und ich stimmten auf Julies Wunsch (und Idee) das Orchester und nach einem doch recht anstaendigen, wenn auch verbesserungsfaehigem Aufmarsch, konnte das KOnzert nach einer kleinen Ansprache und einem etwas fiktiven Stimmen auf der Buehne beginnen. Marie-Lou und Pol sorgten fuer sehr souveraen und wirklich gut hinuebvergebrachte Ansagen. Beide muessen sich fuer ihr englisch sicherlich nicht schaemen! Das Konzert lief nicht schlecht, einige kleine Patzer gab es, einige Dinge, wie nicht zu laut zu spielen und auf die Intonation der anderen zu achten und seine eigene so zu kontrollieren wurden teilweise vergessen, aber verhaeltnismaessig war das ganze nicht schlecht. Einige Dinge, die in der Probe bearbeitet wurden, waren schon wieder von der Speicherplatte geloescht worden. Und Stars und Stripes klingt immer noch besser, wenn man beim ruhigeren Mittelteil die 4 b's mitspielt. Es wird langsam zum Quizz herauszufinden, wer denn immer re becarre spielt....oder zur Mutprobe....Das Publikum war begeistert. Die meisten Stuecke hatte noch niemand gehoert und kamen sehr gut an. Man habe hier auch noch kaum ein Orchester solcher Qualitaet gehoert, ob wir immer so gut seien, wurde ich von begeistert erstaunten Zuhoerern gefragt. Besonders dieser Marsch da, wie hiess der doch gleich, das mit den vielen kleinen Floeten, was just too great, a lot of fun, kam so gut an, dass bereits gegen Anfang mitapplaudiert wurde Nach dem dem ertsen Piccolosolo im Piano kam sogar "Szenenapplaus", was sehr motivierend fuer die Erzeuger dieser hohen Geraeusche war. Spaetestens beim Aufstehen bei der Wiederholung waren alle aus dem Haeuschen. Als BErnhard den Vorschlag, das Haemmelsding da zu spielen aufnahm, und auf der grossen Trommel angeschlagen wurde, war die Stimmung perfekt und hinterher wurde ich gefragt, was dieser Trinkspruch denn sei. Nach einer etwas unperfekten Kiermes am Duerf war das Konzert dann zu Ende. Die Leute beglueckwuenschten uns und nach der Heimfahrt gab es ein sponatens Shrimps und Fudge Essen mit Drinks mir der Ermahnung, doch wieder zu kommen, und man wueder mich vermissen, nach Europa zum Skifahren kommen wollen und man sei so happy ueber das KOnzert. Besonders der Hausherr war kaum noch zu halten, da er jemanden beherbergte, der ein Solo gespielt hatte. ALle hier sind nicht-Musiker. Nach dem Tippen war der Tag dann zu Ende. Ein schoener Tag.

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Mettwoch, den 25.07

Oder: ob Snape wohl boese ist?

Meine Gasteltern arbeiten heute und ich habe sozusagen sturmfreie Bude. Fuer den heutigen Morgen habe ich die Option AUSSCHLAFEN gewaehlt. Gegen 10h30 war mir mein Bett dann doch zu oede. Mit Harry Potter bewaffnet, wollte ich lesen. Copper, der Hund, sah das doch offenbar anders und so war dann "fang das Baby" (wobei mit Baby so eine quietschende Stoffpuppe gemeint ist" Copper hat ein magnetisches Sicherheitsszstem: durch ein Magnethalsband ist es ihm nicht moeglich, die durch speziellen unterirdischen Draht umrundete Rasenflaeche zu uebertreten. Zuerst kaeme ein Warnsignal, dann ein Elektroschock. Da der Hund seine Freiheitszone aber kennt, ist kein Schock notwendig. Nach einigem Spielen (der Hund sollte noch lernen, dass man Stoeckchen nur dann werfen kann, wenn er es aus dem Maul nimmt) musste ich das riiiiiiiiiiiiiesen Trampolin ausprobieren. Quite funny. 3m Durchmesser erlauben schon hohe Spruenge. Am Gleichgewicht sollte ich noch etwas arbeiten, bevor die Saltos drankommen. Ich suchte mir ein Plaetzchen zum lesen. Es war soooo heiss. Ich entschied mich nach mehrern Ortswechseln fuer die Veranda entschieden. Nach einigen Seiten, als es spannende wurde, sprang auf einmal das "Baby" ueber die Buecherseiten und Copper guckte ganz lieb. Nach einer Runde spielen bastelte ich mir dann mein Mittagessen. "Help yourself" ist Synonym fuer das legael Durchforsten der Kuechenschraenke. Nach kurzer Feldorientierung und Ueblicken der Gefechtslage entschied ich mich dann fuer typisches amerikanisches Vollkornbroetchen und einige Cereals. Da fast das ganze Supermarktsortiment zu finden war, fiel die Entscheidung nicht leicht. Zur Feier des Tages habe ich mich dann getraut, die Mischungen, mit den wildesten, chemisch gefaerhlich aussehenden Farben zu waehlen. Und ich lebe noch.

Harrz Potter wurde weniger (also in Seiten gesprochen) und Coppers Spiellust groesser. Ich musste aber unbedingt noch mind. eine Stunde Floete ueben. Nun, Copper war gelinde gesagt ob der akustischen Verschmutzung seiner sonst familiaeren Umgebung mehr als entsetzt. Minuten spaeter lag er aber 2 m vor der geoeffneten Zimmertuer auf dem Boden und schlief sogar ein (und das tolle: er wachte danach sogar wieder auf.....).

Gegen 17h30 waren wir beim St Antoine See beim Picknick. EIne groioooosse Kuehltasche war eingepackt worden, und Monsterhamburger fanden ihren Weg in RIchtung Grill. Wenn Bud nicht zur Kirche fuer eine Versammlung gemusst haette, dann haette die Familie eine Attacke geplant, bei der wir uns gegenueber Captain Jack der Pirates of the C. nicht zu schaemen haetten brauchen. In diesem Falle waere das eigene Motorboot geentert, aeh nee, in den See gelassen worden, und wir waeren dann per Boot am Strand angekommen. Haette das ein Bild gegeben!

Der Hamburg war sein Geld wert. Vor dem Essen ging ich mit Denise zum See, bis zu den Knien im Wasser stehen (das Wasser kochte schon fast......waermer als jeder Whirlpool, oder fast....) erklaerte sie mir die Besonderheiten der Umgebung und wie wann welche Leute hierher kommen und wie ein typisch amerikanischer Sommer herkommt. Man staunt dann doch wenn man hoert, dass die Campingbewohner knapp 2 Meilen entfernt eine grosse klimatisierte Villa ihr eigen nennen und es dann doch vorziehen, die Wochenende im Wohnwagen oder Zelt zu verbringen. Und das vor der Haustuer...naja....hier fiel mir ein, dass viele Vorfahren der US Bewohner Hollaender waren.....

Nach dem exzellenten Burger hoerten wir bereits den ersten Marsch der etwas, sagen wir mal teilweise dodekaphonisch klingenden, lokalen County Band hoerten. WIr wechselten den Standort und Denise packte einen unwahrscheinlichen Luxus-Strandstuhl mit sogar Fusslehnen, Trinkflaschenhalter und Kopfstuetze aus. Daneben ein einfacher Stuhl und eine Decke am Boden. Denise liebe es, am Boden zu sitzen. Und man habe diesen Luxusstuhl extra fuer mich mitgebracht. Bud wollte sich nicht hinsetzen, da er in 10 Minuten eh zur Kirche musste. Widerwillig besetzte ich dann das kleine Koenigreich von einem Stuhl. Die HErrschaft hielt mit eisenem Willen bis nach Ende der Zugabe statt. Das Orchester liefterte sich eine sehr blutige und wilde Schlacht gegen sehr boese und dunkle Kreuze, Be's, Aufloesungszeichen, raffiniert taktierende Rhythmen und sogar fiese, unberechenbare Einsaetze. Das Orchester schien sehr oft sehr boese vom hinterhaeltigen Feind ueberrascht zu werden und die groessten Helden wurden mehrmals fast in die Knie gezwungen. Doch bevor der letzte Musiker mitten im Stueck, aeh, in der Schlacht, seine Bastion aufgab, hatte sich neue Resistenz gebildet und unter mutigem, oft nervoesen und flatterhaftem Taktstockschwingen der vom Kampf gezeichneten Dirigentin wurde nicht desertiert und der Kampf mit neuer Zuversicht auf Rettung und erreichen des Schlachtendes aufgenommen. Es soll betont werden, dass niemand zu Schaden kam, alle haben ueberlebt, keiner arbeitete mit boesen Tricks. DIeser Musikverein hat mehr Durchhaltevermoegen als erwartet und das stete und herzhafte Bemuehen der Bezwingen des Werkes wurde mit stark anhaltendem Applaus gewuerdigt. Einige "Zugabe" Rufe aus der Gegend einer anderen Kampdgemeinschaft (die sollen aus so einem kleinen GrossHERZzogtum sein, das aber nicht gross sondern klein ist) wurden sogar einige Takte sicher wiederholt. Fuer einen lokalen Musikverein wurde die Schlacht sehr ehrbar gewonnen.

Nach diesem aufregenden Abend war dann ein Harry Potter Abend angesagt. Da ich als einzige Film 3 noch nicht gesehen hatte, wurde dieser gewaehlt und der Tag fand einen schoenen, emotionalen, voldemortfreien Ausklang. Nachdem der Tagesplan fuer heute besprochen war (ich musste NICHT zum Zahnarzt....), klang der Tag mit einigen Harry Potterkapiteln gegen 2h30 aus. 

27.7.07 05:42, kommentieren

Dienstag: Lake Superior

Heute sollte ich um 8h abfahtrsbereit sein. Es sollte zu den pictured Rocks am Lake Superior gehen, 2h Fahrtzeit muesse man locker rechnen. Zudem waren Zischenetappen eingeplant.

Es gab ein Fruehstueck ganz in meinem Sinne: jeder bedient sich in der Kueche. Etwas Wassser, einen Bagel in den Toaster, fertig. Nach dem Start ging es ins kleine aber feine hiesige Skigebit, wo mir die Haenge gezeigt und erklaert worden. Pine Mountain, so der Name des Gebietes, sei ein wahren Museumgebiet. Hier wuedern Lifte aufgebaut, die man anderswo nicht mehr haben wolle. Sicherheitsbuegel kenne man hier nicht......nicht einfach fuer SKilehrer.

Die 2. Station war die in den 1930er Jahren gebaute Pine Mountain Sprungschanze, seinerzeits die groesste der Welt. Ein massives Eisengeruest mit einer Holzbahn, wo man auch heute noch als Springer zu Fuss hinaufsteigen muss. Es gibt keine ABsperrungen, jeder kann ohne Eintrittsgeld hinaufsteigen. Die ANlage wird ehrenamtlich vom hieigen Kiwanisclub betrieben und einmal im Jahr findet ein Continental Cup statt. Noriaki Kasai ist Schanzenrekordhalter. Es scheint ein K 120 zu sein (diese bloeden feet aber auch....). Nach ausgiebigem Besuch wurde die Schanze von unten besucht.

Nach 1h Auto erreichtenwir in Ishpeming die National Ski Hall of Fame. In diesem Museum wird die US Skigeschichte dokumentiert und wichtige US Skifahrer werden gewuedigt. Der Eintritt ist frei. Der Standort erklart sich dadurch, dass hier die nationale Skifoederation gegruendet wurde. Neben vielen Skifahrer Biografien samt Fotos sind interessante Objekte zu begutachten. Unzaehlige Paar Alpinski jeden Zeitalters, von Langlauf ueber SPringen zum Speed Ski. Skianzuege der US Mannschaft, Olympia Medaillen, Pokale, ein historischer Pistenbulli (einfach nur ein Holzrat, das von PFerden oder von einem elementar simlen Traktor gezogen wurde ueber Rettungsschlitten, Poster der plzmpischen Spiele, Berichte ueber die ENtwicklung der SKilifttechnik, viel Material vum Thema Behindertenskisport, eine alte Kabine, Sesselliftsitze, sehr interessant! Hier war man richtig! Nach diesem Besuch ging es eine weitere h weiter entlang des Lake Superior.

Wunderschoene, lange Naturstraende, die zum augenblicklichen Springen ins Wasser einladen und viel schoene Landschaftsstriche. Nach erreichen des Hafens wurde ich zu einer Bootsfahrt zu diesen ppictured Rocks eingeladen. Dies war atemberauend. Die Fahrt dauerte ueber 2h , gespickt voller Informationen zum Lake Superior, Entstehung, Tiefe, versunkene Schiffe, Sandbaenke, Geologie und Hauser am Ufer, Naturstraende und wie man dort hin kommt......je, sehr interessant. Die Felsen waren enorm weitlaufig, das schien nicht aufhoeren zu wollen. Es sah aus wie im Colorado. Genau diese Form, diese Farben. Der See hatte Durchgaenge, Boegen und Katedralen in den Fels gegraben, von eioniogen Vorspruengen uebten sich junge Klippenspringen, viele Kanus und Paddelboote waren in diesem herrlichen Wetter unterwegs. Ich habe unwahrscheinlich viele Bilder geschossen. Eine Klippe war schoener und beeidruckender als die andere. Wir fuhren sehr nahe heran.

Der Lake Superior ist der sauberste und tiefste. Man kann bis auf den Grund sehen, auch bei 2-stelliger Tiefe. Dieses Blau und bei den Felsen smaragdfarbene Gruen war atemberauend. Ein Hauch von Karibik. Die Fahrt war sehr schoen, die lange Anreise war die Sache wert gewesen. Ich fand es toll, dass meine Gastfamilie diesen Ausflug voller Vorfreude geplant und durchgezogen hatte. Der Familienvater hatte sich speziell Urlaub genommen, und da er selber noch nie da gewesen war, war auch er beeindrulct (die Familie ist jonbedingt schon 5-6 mal umgezogen und noch nicht so lange hier).

Nach diesem tollen Ausflug sollte ich mich im Lake Superior fotografieren lassen, als Beweis "mal drin gewesen zu sein" wie Denise meinte. Nach diesem Akt suchten wir den Gift Shop nach Interessantem auf, meine Gastfamilie waren Touristen, genau wie ich.

Zum Dinner (wir hatten kein Mittagessen, war auch nicht notwendig nach der vielen Voellerei der letzten Tage) suchten wir eine Kombination aus Kaffee und Buecherei-Buchladen auch. Zwischen den Buecherregalen stehen Tische, es gbt Suppen, Sandwiches, Kaffe, Eis und kleine warme Mahlzeiten. Toll. Geniale Atmosphaere, das muss man erlebt haben.

Hier ist Amerika zu finden, nicht bei Burger King und McDoof. Man empfahl mir die regionale Spezialitaet, das Pastie, zu probieren. Es handelt sich hierbei um eine warme Teigtasche gefuellt mit Kartoffelwuerfeln und Fleisch. Herrlich. Man reicht, wen wunderts, Ketchup zur Tasche. Dazu ganz tzpisch als Beilage....Chips. Zum Trinken empfahl man mir den Blackbarry Smoothy, was auch eine herrliche (sicherlich kalorienreiche) Angelegenheit war. Crushed Eis, Puerriertes Obst (eben Blackberry) und entweder Sahne oder Eis.

Nach dem Essen, wurde mir ein Eis angeboten und ich waehlte 2 scoops (das heisst nicht ice cream ball) fudge und vanille. Die kleinen Kugeln....nun ja, muss ich noch betonen dass man unter klein hier einen riesigen Berg versteht, der kaum noch  in die Waffel passt? Herrlich gut, dieses Eis. Meine Gastfamilie bestand trotz Protestes meinerseits darauf, mir von der Bootstour bis zum Eis alles zu bezahlen. Gerne haette ich etwas uebernommen, aber die Kreditkarten wurden so schnell gezueckt und betont, dass es eine Ehre sei, eine Europaerin mit den gleichen Interessen wie die der Familie kennen zu lernen, man Respekt habe, dass wir bereit waren in die Familien zu kommen, und sie mir dadurch danken wuerden wollen, dass ihr Bild von den Europaern so positiv korrigiert haette, sie gelernt hatten, warum ein Skispringer "springer" und nicht Jumper heisst und dass Frech Fries eigentlich in Belgien zu Hause sind......jedenfalls haben wir viele interessante Gespraeche.

Auf dem Rueckweg rief Denise ihre Tochter per im Auto integrierstem Satelitentelefon an. Ihr General Motor Jeep hat 2 Radios, die man hinten per Kopfhoerer (2 Eingaenge pro Radio) hoeren kann, das Satelitentelefon ist im Rueckspiegel intergriert und beim Aufgehen eines Airbacks wird ein Funksignal ausgesendet, wodurch eine Telefonistin sofort nachfragt, wie der Gesundheotszustand der Insassen sei und bei Nicht-Antowrten oder Bedarfsfall sofort Rettungsfahren an den betreffenden Ort sendet, der durch das Satelitenszstem sofort genau geortet werden kann. Genial! Bin Beeindruckt!

Hier angekommen waren wir alle satt, haben etwas getrunken und ich habe mit Copper gespielt. Nachdem ich jetzt seit 2,5h Blog geschrieben habe, ist es nun 21h39 abends und ich werde jetzt noch mit Megan etwas TV sehen und dann Harry Potter einen Besuch abstatten. Nach dem ereignisreichen Tage von heute heisst es morgen *Vorfreude* Ausschlafen (ich bin heute schon im Auto und auf dem Boot dauernd eingeschlafen.....ich brauch das jeztz) und dann Erkunden des Gartens, Spielen mit Copper tc. beide Eltern arbeiten morgen, ich freue mich auf einen ruhigeren, typischen amerikanischen Familientag in diesem doch soooooooooo tollen Haus.

Hatte ich erwaehnt, dass ich einen eigenen TV in meinem Schlafzimmer habe, mini klein, aber vom Bett aus einzusehen, und dass man hier um 11h abends die Nanny sehen kann *freu*.......

So, allerseits gute Nacht nach Europa.

1 Kommentar 25.7.07 04:42, kommentieren

Montag, 23. 7: Reise nach Iron Mountain

Nachdem Serge nach dem letzen Konaert mit einem Gesc henk mit besten Wuenschen auf den Heimweg entsandt worden war, sassen wir zum ersten Mal ohne ihn im Bus. Seine Abwesenheit fiel uns mit Bedauern auf, die spaeteren nachricht, er sei wohlbehalten angekommen, loeste einen spontanen, laenger anhaltenden Applaus aus. Die Busfahrt war lang, wir uerberschritten wieder eine Zeitzone und nach der ersten kurzen Pause, wo Johnz und ich ein A-Hoernchen, einen Shipmunk (oder wie auch immer man das schreiben mag) gesehen haben, ein sehr niedliches, possierliches Tierchen, war unser 2. Halt kurz vor der Mackinaw Bridge, der groessten Spannseilbruecke der USA. In einer Art kuenstlich angelegter wildwest Stadt gab es diverse Gift SHops, Restaurants etc. Nach dem Essen eines herrlichen Swiss Burgersmit Pilzen, wurde ein kleines Eis bestellt. SOviel Eis habe ich noch niiiiiiiiiiiiiiiiiiie gesehen. Das war ein Berg. Und ein sehr leckerer noch dazu. Ich holte meine T-Shirts ab (mehr wird nicht verraten) und wir besuchten einen Indianerladen, wo Johny sein "Klingeling-Dingsbums" (die Dame hatte verstanden, dass ein Windspiel gemeint war) erstanden. Nach einem kurzen Besuch des Piers und x-mas Shop ging es weiter.

Das Passieren der Bruecke, Anlass vieler Fotos, war atemberauend, genial, super....beeindruckend. Noch beeindruckender war der Fotostop am bridge view point. Hier hatten die Kameras wieder Hochleisting zu bringen, die Aussicht war unvergleichbar. Es gab ein kleines Informationszentrum mit sehr interessanten Daten zum Brueckenbau mit vielen Fotos. 50 Jahre ist diese Meisterleistung der Ingenieurskunst nun alt, und anscheinend auf unstabilem Terrain mit viel Windaussetzung gebaut. 5 Meilen lang (oder sowas....). Dank der Zeitumstellung wurde aus 18h wieder 17h und nachdem der Busfahrer in Iron Mountain nach der high Scholl von Norway gesucht hatte, und ein Amerika-Gespraech mit meinem Haendy ihne aufklaerte, dass die Hig School of Norway in Norway zu finden sei (mein Handy war anscheinend das einzige, das funktionierte, sogar die US Handyz hatten kein Netz....viva Luxgsm). Das Aufteilen in die Familien war etwas chaotisch. Bernhard musste zurecht allen noch ernsthaft eintrichtern, bitte mit offenem und nicht gleich verurteilendem Gemuet an die Sache heranzugehen. Nur durch visuelle Beurteilung einiger weniger "reich" aussehender Haeuser waren mache zu unfairen und teilweise schon dikriminierenden Vorurteilen gekommen und mit einer feindlichen und etwas als ueberhelblich zu bezeichnenden Haltung an die Sache herangegangen. Wir wurden sehr warm und freundlich begruesst. Da eine Saxofonistin nicht alleine in eine Familie wollte, bot ich einen Tausch an. Dieser Tausch sollte sich als ABSOLUTER Gluecksgriff herausstellen. Daher: Tausend Dank fuer diesen Tausch. Danke, Danke, Danke!!!!!!!!

Meine Familie besteht aus Bud und Denise Delano und ihren 3 KIndern, wobei der Sohn am College ist und ich Megans Zimmer habe. Die ganze Familie ist skibegeistert, beide Eltern Skilehrer, der Vater sogar Trainer und war hauotberuflich als Skileherer taetig. Ihr groesster TRaum: ein Skiurlaub in den Alpen. Und: Mutter und Maedchen sind grosse HArry Potter Fans. Es haette nicht besser kommen koennen.

Dann das Haus in Iron Mountain: wow! Schoenes rotes Holzhaus. Mit Stil eingerichtet, offene Raeume, viele Massivholzmoebel, eine tolle Holzkueche mit ueberdimensionalen Kuechengeraeten. Copper, ein netter 1Jahr alter Hund, der dauernd mit mir Spielen will (er ist ein seeeehr lieber, ich mag Hunde nicht, aber Copper ist toll). Ich wohne upstairs, in Megans Zimmer voller SKiposter (toll) und teile mir ihr ein Bad. Diese Familie ist gelinde gesagt nicht arm.

Das Abendessen: es gab zunaechst Blaubeeren und Kraecker mit Salza, warherenddessen draussen auf dem Elektrogrill Unmengen von Fleisch gegrillt wurde, das dann als Hamburger (den ich waehlte) verzehrt wurde. Riiiiiiiiiiesige Portionen, ich war sowas von satt. Das Gespraech war sehr toll, wir verstehen uns einfach nur super. Abends bekam ich dann die Familenskifilme vorgefueht, was absolut nicht langweilig war sondern sehr unterhaltsam und aufschlussreich. Ich zeigte dem Familienvater die Homepages der bekanntesten europaeischen Skistationen, was fuer ihn mit einem dauer "wow" kommentiert wurde. Ihm standen vor Vorfreude auf diese Gebiete fast die Traenen in den Augen. Die Familie sei jetzt ueberzeugt, das sie jetzt eine Europaerin kennengelernt und viel ueber Europa erfahren habe, unbedingt dahin muesse.

Der Tagesplan fuer heute wurde dann besprochen, und es sollte ein genialer Tag werden, so viel sei vorweg genommen.

25.7.07 04:07, kommentieren

Sonntag 22. 07: Relaxen in der Natur

Gegen 10h traten wir, nachdem wir nacheinander gefruehstueckt hatten, die Reise zur Church an. Irgenwie fuehlten wir eine Mischung aus Spannung und eher Angepanntheit. Angekommen, fuehrte uns RIchard zur bible stuz Stunde. Ein eher kraeftig, grosser Mann mit poliertem und rasiertem Kopf und Priesterkragen erzaehlte sehr angeregt, wild gestikulieren in rekordverdaechtigem Englisch irgendeinen Sachverhalt, dem  25-20 Menschen sehr aufmerksam folgten. Das Kirchengebauede muss man sich eher als eine Art "Centre Culturel" mit Klassenzimmern, Kafteriainfrastruktur und meeting Raum vorstellen. Ich verstand "David", "to drink" und sehr marginal, um was es gehen koennte. Den Unterschied zwischen Sentinent und ehhhh, das andere war.....compassion......habe ich in etwa verstanden. Nach Ende nahm uns Brian mit in den Kirchen Raum. Natalia murrte eher aergerlich als sie erkannt, wie weit vorne wir sitzen sollten. Widerwillig arbeitet sie fast die gesamte Zeit an ihren Fingernaegeln, waehrend Brian Gilles und mir, die der Sache mit Interesse am Neuen verfolgten, den Verlauf erklaerte. Man hielt den gesamten Text der Feier grdruckt vor sich, was die Sache vereinfacht. Wir wohnten der Taufe 2er Kinder bei (das eine circa 3-4, das andere 7-9 Jahre alt) und stellten fest, dass vieles der kath. Kirche aehnelte. Wie oft der Priester zum Beten der Gemeinde den Ruecken drehte, weiss ich nicht mehr, es war aber oft. DIe lutheranische Church scheint doch zu den konservativeren zu gehoeren. Das shaking Hands zu beginn und der bezug zu den Menschen in der Predigt waren aber eher modern. Einige Jugendliche wurden an den Altar zur Verabschiedung zu einem Jugendtreffen gerufen. Es gab eine spazielle Kinderpredigt, das ich sehr begruesste. Nach der Messe wurde JEDER einzeln vom Priester verabschiedet. Nict der MEssdiener sondern aletere Gemeindemitglieder gehen mit Opferstockkoerben durch die Kirche. Hier ist es so, dass man das Geld in Papiertaschen steckt, so dass niemand sehen kann, wer was gibt. Keiner muss Krichensteuer zahlen, jeder solte jedoch, und soviel, wie ihm lieb ist. Die Kirche muss sich zu 100% selbst finanzieren und ist auf Spenden angewiesen. Da man diese Geldspenden von den Steuern absetzen kann, sind viele zu hoeheren Spenden bereit. Hiervon werden neben der Kirche eine Schule, eine Art "Creche" und Studienstipendien bezahlt (was ich keine schlechte Sache finde).

Das Mittagessen.....oh je. JUdz blieb wegen der Verabschiedung der Jugendlichen zum Essen in der Kirche, Herr Schulz schien gelinde gesagt mit der SItuation mehr als ueberfordert. Er fand keine Toepfe nichts. Da der EIntopf, der uebrigens sowas von herrlich duftete, nicht gar war, wollten wir wieder " Kniedelen" machen. Aus dem "wir" wurden dann im Endeffekt nur Marc und ich und da zu viele Koeche den Brei verderben, war das auch gut so. In der Zwischenzeit war der Schinken-Kartoffeln-Eintopf auch gar und diese herrliche, sicher enorm kalorienhaltige Sahne-Zwiebel-Pliz Sosse tat sich auch auf den Kniedelen nicht schlecht.

Der Nachmittag:

Die drei anderen gingen mit Brian zum Missauri (oder sowas) See. Ich war bereits sonnenverbrannt und ein gewisser Harry P. wartete. Ich las und schlief im Garten, den Voegeln zuhoerend und einen wahnsinnigen Geruch aus Nadelhoelzern und Kraeutern riechend. Das war soooo genial. Diese Ruhe, diese Natur. Gegen 17h fuhr ich mit Herrn Schukz mit dem Quad in den Wald auf der SUche nach diesem "lost lake". \

DAS WAR UNGLAUBLICH!!! Er zeigte mir einige schoene Stellen, es ging querfeldein mit dem Ding, ueber STock und Stein (sehr worwoertlich zu nehmen) a lot of fun, sehr spannend, Abenteuer pur. Durch Steppenwiese, Waldstueck mit Aesten, umliegenden Baeumen, steilen Haengen, Sand hindurch bis auf einmal mitten im Wald ein "kleiner See", also fuer Europaer ein sehr grosser See, auftauchte, voller Seerosen, sehr schoen. Wir fuhren noch zu einem kleinen Strand und ich ging mit den Fuessen ins wirklich sehr warme Wasser. Ein Fischerboot lag dort, kein Mensch weit und breit. Wahnsinn. Es ging einen anderen, fast noch abenteuerlichen Weg zurueck. Dieser Ausflug war unbeschreiblich. Danke an Richard Schulz und seine wahnsinnige Naturkenntnis.

Inzwischen waren die anderen zurueck, auch ihnen hatte es gut gefallen. Der QUad war uerbehitzt, schade, Brian und Gilles mussten etwas warten. Ich uebte 1h Floete, Marc Klarinette, Gilles hatte schon vorher geuebt. Gegen 19h oder 19h30 gab es dann einen BBQ, wo Wuerstchen, Chips, die Reste des Eintopfs vom Mittagessen (so lecker) und eingiges mehr gereicht worden. Ich hatte kaum schon Hunger, es war alles vorzueglich. Nach dem Essen dann gingen Marc und Gilles mit dem Quad zur Erkundung des bei uns schon beliebten verlorenen Sees (Marc war ja noch nicht da). Er sollte sich sehr argern, als er feststellte, dass das Fotografieren mit Kamera ohne Batterien sich als unmoeglich herausstellte.

Beim Anfall der Dunkelheit entzuendete Herr Schulz das Lagerfeuer. Etwas Spiritus, die Sache laeuft. Ein warmer Abend am Feuer mit viel lachen, viel Fluessigem und in angenhmer Atmophaere, einem Baerengerausch und anderen Tierstimmen brach an. Es gab dann gegrillte Marshmellows, wo meine besondere Spezialitaet der brennenden Marschmellooofackel noch in die Geschichte eingehen wird. Nach der Thursty, Fridaz, Thirty Geschichte und einigen heiteren Momenten fiel ich gegen 1h morgens ins Bett, las noch Harry P. und ein genialer Tag war zu Ende.

25.7.07 03:47, kommentieren

Harry POtter Tag in Cadillac

Jaaa, am 21. war auch bei uns, einige STunden verspaetet, HP an der Tagesordnung. Unser Gastvater, Herr Schulz, wusste bescheid. Wir hatten gegen 12h eine Probe in Cadillac in der High School. Das Breakfast fand etwas spaeter statt, wir sind dann losgefahren und waren gegen 10h30 in der Hauptstr. Cadillacs. Hier ging es schnurstraks in einen Book store, wo die Bande aufgereiht auf mich warteten. Ein kleiner Freudestanz musste dann auch sein, wie lange habe ich auch DIESEN Band gewartet? Der kostbare (und erfreulich dicke) Schatz wurde mit Visa bezahlt und nach kurzem Stoebern gingen wir durch die STrasse, um Ausschau nach anderen spannenden Geschaeften zu halten. Einige Fotos spaeter entschieden wir uns fuer einen sonnigen Spaziergang am See. Wir fuhren mit dem Auto am schoen gepflegten Ufer entlang. Herr Schulz zeigte uns einen Naturstrand., nah an einem Nadelwald (Pinien oder sowas...) mit Grillplaetzen, Baenken gelegen. Einfach genial schoen. Nahe der High School verliessen wir das Auto Richtung Strandpromenade. Waehrend die anderen spazieren gingen, las ich, nachdem auch ich kurz mit den Fuessen im See war, auf einer sonnigen Bank sitzend das Buch der Buecher. Irgendwie war ich nicht allein, 2m neben mir tat ein junger Amerikaner das gleiche. Dieser erklaerte mir, er habe anlaesslich der Lektuere Urlaub genommen und alle seine Termine abgesagt.

Wir mussten anschliessend zur Probe aufbrechen. Diese verlief nicht schlecht. Kleine EIntruebungen waren das nicht VOrhandensein einiger Perkussionsinstrumente und das ZUspaetkommen einiger Musiker, da die Familien von der ausserplanmaessigen Probe nichts mitbekommen hatten. Wir staunten ueber die Laenge des Programmes. Da waren unter anderen zum ersten Mal Godspeed, Equus aufgelegt. Aber auch Salut a Differdange, Lassus Trombone, Hands up, Stars and STripes, old AMerican Ouverture, 14th of July, SPanish Fever etc. waren vorgesehen.\Wir hatten nach Probenende eine gute STunde Zeit, die man problemlos am See spazierend, auf der Art Fair essend und die Kunstwerke bewundernd und kaufend, oder nur im GRas sitzend bewaeltigen konnte. Mir lief ein Hot Dog und spaeter unverschaemterweise auch noch ein herrlicher Cherry Pie ueber den Weg. Ich bat 2 Damen auf meine Instrumententasche aufzupassen, kam mit ihnen ins Gespraech, und die 2 Frage war wieder: what are the Europeans thinking about Bush? Habe die Wahrheit gesagt, und man stimmte mir bei. AUch hier mag man ihn nicht.

Das Konzert an sich war nicht schlecht. Auch um 14h30 sahen uns einige zu, begeistertes Publikum, gutgelauntes Orchester....mir hat das Konzert gefallen. Wenn unsere Dirigenten nicht zu viel vom Fotografieren in Anspruch genommen worden sind, haben sie auch mal dirigiert (*griiiiiiiins). Besonders Serge wird mal in die Musikgeschichtsbuecher ob seiner neuen Fotokamera-Dirigiertechnik eingehen (war toll, nee echt.....*lach).

Wir mussten das Programm kuerzen. Obwohl das Publikum von Equus und anderen Werken sehr begeistert war, mussten Lassus, Godspeed, Hands up gestrichen werden. Unsere Visitenkarte, Stars and Stripes, diesmal im Gegensatz zum hiesigen Laienszmphonieorchester nicht in Zeitlupentempo riss die Amis von den Stuehlen (insofern sie denn ueberhaupt auf solchen sassen, einige sassen im Gras, auf dem Boden...). EInige standen auf, tanzten umher, beim Schlussakkord flog ein Hut. So viel Begeisterung.....wo findet man die in Europa unter diesen Umstaenden.......wow.

Nach dem Konzert mussten wir dem Damne-Baerbershop CHorgruppe und den hiesigen Blasmusikverein zuhoeren. Zum Musikverein....naja, sie gaben sich echt Muehe. 2 studieren sogar an der Julliard (sind auf Urlaub gerade zu Hause). Johny und ich wollten der Sonne entfliehen und was trinken (nachdem Marc H. mir versprochen hatte zu warten, bis ich von der Konzerthose zur normalen Hose gewechselt haette, hinten in unserer improviseierten Umkleidekabine, inwelcher wir Marc Zimmer wiess machen wollten, der Buehnenaufgan sei die Maennertoieltte....). Aber obwohl dieser Akt nur circa 3 Minuten in Anspruch nahm, waren dann alle weg. Johnz und ich sin Richtung Getraenkestand. Hier fragten wir nach den Moeglichkeiten und man machte uns auf das einheimische Root Beer, ein entgegengesatzt des Namens nicht alkoholisches Getraenk. Da wir uns verdutzt fragend ansahen, bekamen wir einfach eins geschenkt. Dieses Getraenk war sehr suess, aber angenehm gut.

Nach dem Konzert fuhren wir zum Essen in unser Haus.

Es sei bemekrt, dass sich Judy wieder einmal selbst uebertraf. Das Essen war hervorragend und wir liessen es uns gut schmecken. Nach diesem Mahl dann Aufbruch zu den Sleeping Bear Dunes. So manche andere haben uns fuer diesen Ausflug schier beneidet. Und zurecht. Nach circa 2h Fahrt, mit Stopp in Traverse city, wo die Jungs eingeladen wurden (ihnen wurde auf der Rueckbank sicherlich nicht kalt) erreichten wir ein Areal, das aussah, ZItat Marc H. " wi wann do ierjendeen einfach sou e Koup  Sand mattsen an d'Landschaft opgetippt haett". Ein riesen Sandberg, steil, zum Erklettern einladend. Schuhe ausziehen, uns los. Wie die anderen Besuchen kempften wir uns mit aller Kraft durch den Sand. Bei jedem Schritt rutschte man fast wieder in die Ausgangsposition zurueck. Erstes Umdrehen, erster Fotostopp. Da, rechts grasartiges Gewaechs.....mitten im steilen Hang.......da muss ich hin. Waehrend sich die anderen weiter hocharbeitetn fuehrte mich mein Ausflug ins Gestruepp. Schoene Fotoes, unzertretener Sand ohne Spuren. Hier konnte ich meinen eigenen Fussabdruck fotografieren. Dann den anderen hinterher. Doch nicht nach links, sondern nach rechts auf einen kleineren Huegel. Hier sehe man den Michigan See besonders gut, meinte Brian. Er sollte Recht haben. Nach einem FOtostopp und dem Bewundern der verschachtelt mit Gras bewachsenen Duenenhuegel ging es auf den "top of dunes" Oben angekommen, bot sich ein atemberaubendes Panorama, nicht nur auch die Landschaft, den See, sondern auch auf die riesige Duenenmasse. Spaetestens hier wird Marc seine Theorie begraben haben. Man erkannt, dass noch viele Wege weiter ins GEbiet hineinfuehrten.hier oben wandern, relaxen....wow.....das waers doch gewesen. Zur Entschaediguing bot sich ein wunderschoener Sonnenuntergang an. Wirklich unbeschreiblich schoen. Beim Einbruch der Dunkelheit gings es laufend bergab (das machte wahnsinnig Spass), nach dem Besuch des Restrooms meinerseits dann Richtung Traverse Citz mit der Einsicht, dass sich die weite Anfahrt auf jeden Fall gelohnt habe.

Hier angekommen welchselten wir jungen ins AUto Brians um das Nachtleben der Stadt zu erkunden. Ein erster Besuch einer Lokals fand in einem sehr teuren Hotel, in dessen Bar Brians Kusin arbeitet, statt. Beim Schluerfen eines Cocktails und geniessen einer typischen Pizza, die sich als tarte Flambee entpuppte, gingen wir mit heissen Tipps zu einer 2. Location. Die Sache sah sehr gut aus, versprach einen tollen Abend. Alterskontrolle, Natalia ist mit 22 die Juengste, also kein Problem. Doch..........man wollte eine amerikan ID sehen. Aus sicher dem Leser nachvollziehbaren Gruenden hat man als Europaer sowas nicht. Nach kurzem Diskutieren dann den Passport. Gilles zeigte seine Identitaetskarte, aus Sicherheitsgruenden fuehrte er seinen Pass nicht mit sich. Es war nichts zu machen!!!

Wir wechselten die Location und fanden Eintritt (5 Dollar) in eine Art Kombination zwischen Bar und Club. Nach einem guten Rootbeer (ich) spielte eine junge talentierte Band, die mit ihrem Sound, ihren eigenen Liedern so zu ueberzeugen wusste, dass Marc und Gilles sich die CDs besorgten. Arcatia oder so nennen sie sich.  Gegen 1h40 war dann Feierabend. Es hiess austrinken und nach ause fahren. Wir brauchten hier 45 Minuten. Im Haus angekommen schlief Herr Schulz auf dem Sofa, uns erwartend. Er hatte anscheinend nicht damit gerechnet, dass es so spaet wuerde. Er wurde wach und machte uns darauf aufmerksam., dass wir gegen 9h zur Bibel Schule anzutreten haetten. Irgendwie schaffte ich es nach zaeher Verhandlung mit dem Argument, zur Bible School wuerde unser bescheidenes Englisch nun wirklich niht reichen, die Abfahrt von 8h auf 10h zu verlegen. Ein Fortschritt.

Nach einem Kapitel oder 2 Harry Potter ging dieser tolle Tag dann zu Ende.

25.7.07 03:20, kommentieren

Cadillac oder der Tag vor Harry Potter

Mensch, in Luxemburg hat man das Buch ja bereits einen halben Tag eher.....wie unfair ist das denn????

 Kim und ich standen gegen 7hirgendwas auf. Da ich wieder einnickte und wir eher los mussten wegen dem Handzladegeraet, konnte ich die Dusche knicken. Nachdem schnellen Anziehen (insofern man nach knapp 3h Schlaf schnell sein kann...) war eine picture-session mit Kim und Siri dran......ich war ja noch im Pyjama da das Bad auch nicht vorher frei war (gute Entschuldigung...).

Wir erreichten die Forsythe Middleschool sehr frueh (eine halbe h zu frueh, eine Familie war aber bereits vor uns da) und es kam eine weitere "take a picture" session zustande. Das Laden des Busses war chaotisch. Unser doch etwas adipoeser Fahrer weigert sich vehement auch nur irgend eine Hand mit anzupacken. Wie gewohnt ist Johny und seine Mannschaft am Laden des Busses. Die meisten stellen einfach ihren Koffer irgendwie rein. Resultat: keine Chancen fuer die letzten Koffer, irgendwo einen Platz zu finden. Also muessen eine Reihe von Koffertuermen wieder entladen....harr jeee......

Wir fuhren gen Cadillac, eine kurze Pause an einer Raststaette, die ich zum Sonnen nutzte (so hauefig war die seit Mai ja nicht mehr) und Weiterfahrt um gegen 13h hier anzukommen. An der Junior High standen verhaeltismaessig wenige Autos (wo waren die Familien??)

Cadillac sieht tzpisch (ich hasse qwerty) amerikansich aus, ein bisschen ist da schon was los. Der Bodensee, eeh, lake Cadillac sieht so ungefaehr halb so gross oder ein Drittel so gross wie der Bodensee aus....also sooo klein ist er nicht, wenn auch fuer US Verhaeltnisse wohl nur eine Pfuestze. Es gefiel den meisten vom Charme her sehr gut.

Ein aelterer Herr sprang bvergnuegt und motiviert in den Bus und begruesste uns herzlich....................auf deutsch. Nun, Gilles N., Marc H., Natalia und ich kamen zusammen zum eben berschriebenen Herr. Diese Konstellation sollte sich als absoluten Gluecksgriff herausstellen. Mit einem Van ging es auf einen Hig way. Unser Gastvater stellte sich als sehr kommunikativ vor und war eine Mischung aus Toruismus-Guide und Geschichtsexperte, was durchaus interessant sein kann.

Nach uns ellenlang vorkommender Fahrt, wir erfuhren, dass wir 25km von Cadillac entfernt in einem 3Jahre alten Haus wohnen sollten, gelangten wir auf eine postkartenaehnliche typuisch amerikanische Landschaft. Bilder wie aus Kananda. Gruen, gruen, gruen, wellig-flach, Waelder, Weitlaeufigkeit, Ruhe. Wir hoerten, dass hier Schwarzbaeren zu Hause sind und auch Koyoten den Weg kreuzen koennten oder man sie zumindest abends heulen hoeren koennte (cool!!). Wir fuhren dann in eine Auffahrt zu einem schoenen hellen, hoeher gelegenen Haus. Hier wurden wir Maedels druch ein grosses, schoenes, sauberes, mit Stil eingerichtetem Wohnzimmer in unser huebsches, kleines aber feines Gaestezimmer gefuehrt. Wie wir zu 2 in einem nur 1,4m breiten Bett schlafen sollen....nun, noch ist es uns ein Raetsel, ich werde dann morgen da Erfahrungen einbringen koennen. Wir verfuegen ueber ein eigenes Bad. Wir hatten eine Hausfuehrung und entdeckten eine schoene grosse Kueche, einen Essbereich. Auch in diesem Haus sind die Raueme offen und es gibt keine getrennten Raueme wie wir sie kennen. Nach dem Erdgeschoss war der Keller dran, wo die Jungs die Enkel-Schlafzimmer mit Bad (mit Wanne, Gilles hat sich soooo darauf gefreut...) haben. Brian, ein junger Student, der auch hier wohnt, schlaeft dort in einem Nebenzimmer.

Wir erfuhren nebenbei, dass am Dienstag 16 von uns noch kein Dach ueber dem Kopf hatten und unser Gatsvater so eingesprungen ist. Dafuer unser Respekt. Serge, Bernhard und Carmen uns einige Jungs hausen aus diesem Grund in einem Haus einer sich im Urlaub befindlichen Familie. Dann der Ausblick von der Terasse auf das Land. Wahnsinn.....viel Natur, Wald, Garten, Wiese, schoenes Wetter, Sonne, bequeme Sessel.....was will man mehr. Das Grundstueck ist schoen gross, wir wuerden auch so wohnen wollen....wow.

Man bat uns in die Kueche, wo die Dame des Hauses die Kuehlschranktier oeffnete und sich diverse Lebensmittel in unsere Richtung bewegten, bis wir nichts mehr halten konnten. Der Knueller war Gilles gesicht beim Ergreifen des ihm gereichten Riesenschinkens. Natalia musste lachen, das war ein Bild fuer Goetter. Dies alles war als kleines Essen gedacht. Wir waehlten eine der 4 Sorten Brot und verdrueckten mit groesster Freude ein Schinken-Salat-Kaese-Brot (man ergaenze bei einigen mit Senf und dergleichen). Es gab auch frisches Obst (Halleluia, endlich mal...) und tolle Sachen zu trinken. Wir lebten wie die Goetter.

Es folgte eine Episode @"sonnen, relaxen, geniessen" bis man uns mitteilte, dass man hier im Besutz eines Quads waehre und ob das unser Interesse wecken wuerde. Diese Frage bedarf keiner Antwort. Brian holte das gute Stueck aus der Garage und Gilles war der erste Fahrgast. Es dauerte lange (20 Minuten?) bis ein total begeisterter Gilles wieder samt Brian und Quad zum Vorschein kam.

Brian hatte aber keine Zeit mehr und wir sollten jetzt selber fahren. Marc bekam einen Crash-Kurs im Quadfahren und schon fuhr er unsicher, aber beherzt weg. Sehr kurze Zeit spaeter war er wieder da. Nun Natalia. Sehr viel kurze Zeit darauf auch sie wieder. My turn. Yuhuuuu. Obwohl ich mich mit Leineskraeften festhielt, das Gas sofort fand und doch eher unsicher war. Wow! Das Wort mit g.....super. Normalerweise kennt man Schotterwege so nur vom Mountainbike aus und wenn ich langsamer wurdfe oder gar anhielt, dann hatte ich das Gefuehl, das Ding muesse umkippen. Tat es aber nicht. Faehrt einfach so ueber jede Rinne, Steine....toll. Nach einer mir als Ewigkeit vorkommenden Fahrt konnte ich das Quad heil zurueckbringen. Das war ein tolles Erlebnis. Das erste Mal sowas gemacht, ueberlebt, das Geraet auch.....

Wir fuhren spaeter zum Konaert des hiesigen Laien-Szmphonieorchesters. Ich finde es toll, dass hier sowas existiert, i Vollbesetzung ueber 80 Leute. Dass das Orchester aber nur 4 Proben gehabt hat und besetzungstecdhnisch etwas geschwaecht war, konnte man hoeren. DIe Message kam dennoch gut rueber, das Publikum war begeistert. Auf der viel kleineren Art Fair hier gab es aber auch besonders im Schmuckbereich tolles Dinge zu sehen. Leider konnten wir beim Konzert nict aushelfen, es gab keine Noten und wir hatten keine Probe, etwas zu viel fuer ein gutes Gelingen.

Nachdem wir einige Unterbringungsprobleme geloest hatten, erwartete uns hier ein tolles Abendessen in einem schoenen Ambiente. Gilles, dem es hier sooooo genial gut gefaellt, nahm sein wohlverdientes Bad, ich schreibe grade am Blog, warte auf einen gewissen Harry P. und habe eben erfahren, dass man hier bei gutem Wetter, und der Sternenhimmel sei so toll wie noch nie, das Nordlicht sehen koenne. (In Iron Mountain sicher, hier nur vielleicht). Und genau DAS werde ich nun tun. Nach draussen sehen und hoffen, das Nordlicht zu sehen (und keinen Schwarzbaeren oder Kozyoten ioder so...aber hier kaemen nur Rehe zum Haus.....).

Morgen sollen wir nach Interlaken (nein, nicht in der CH), zum Harry P Buch kaufen und Konzertspielen. Am Sonntag duerfen/sollen/muessen wir zur Messe......mal sehen.... 

 

21.7.07 06:03, kommentieren

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