Tornadoalarm

Gestern fand unser Konzert in Ann Arbor statt.

Nach dem Aufstehen und nicht vorhandenen Fruehstueck begingen wir uns mit dem Van, den Laurent gekonnt fuhr, in die Stadt. Erstes Thema: man finde einen bezahlbaren Parkplatz. Wir fuhren durch die nicht durch die Art Fair gesperrten Strassen und nach einer Nachfrage erfuhren wir, dass der "oeffentliche Privatparkplatz" der Studenten heute nicht mehr 20 DOllar fuer 2h, sondern 15 fuer den ganzen Tag kosten sollte. Kurz danach hatten wir eingeparkt, oder besser: wir wurden eingeparkt. Man verlaesst sein Auto, gibt dem Studenten die Schluessel, erhaelt stattdessen eine Art Loterielos (wir hatten die 26) und kann auf Entdeckungsreise in die Stadt gehen.

Das Wetter, nun ja...in Michigan solle es angeblich wenig regnen. Nun, heute war so ein Tag. Wir sahen uns nach dem Konzertplatz um und schlenderten an den Staenden der Art Fair vorbei. Von Bidlern unterschiedlicher Stilrichtungen ueber Tonbrennerei, Fantasie-Schmuck und Kleidung bis zu Food-Staenden war alles dabei. Nach einem kurzen Halt in einem Kleidergeschaeft, wo fleissig ausverkauft wurde, entschieden wir uns fuer eine Pizzeria. Vorbei an den weissen Staenden versichterte man, eine typisch italienische Pizza zu servieren. Nach dem "to get seated" entschieden sich 2 fuer die Lasagne, 1 fuer die Spaghetti und ich fuer die Pizza Margarita. Das Essen war ok, alle ausser mir hatten einen Salat und es gab Brot, das diesen Namen auch wirklich verdient.

Die Pizza sei eben kurz beschrieben: man nehme eine tellerfoermige Teigscheibe, fuege einige Scheiben Tomaten in die Mitte, etwas Kaese, etwas Knoblauch sowie Basilikumblaetter, irgend was fettiges (moege es Olivenoel gewsen sein) und fertig. Kurz: Eine Frisbie-Scheibe....aber es schmeckte besser, als es aussah.

Als wir nach dem Besuch des Restrooms nach draussen wollten: es regnete in Stroemen. Mist. Ausser Marc (ech muss dach meng extra nei kaaften jackett mathuelen, soss hun ech se fir naischt matbruecht) hatte keiner einen Regenschutz dabei. Nach einem Zwischenstopp unter einem Vordacht, gingen wir zum Auto. Gott sei Dank hoerte das Regnen auf. Nach der Schluesselrueckgabe vom Reissbrett und bewaffnet mit Instrumenten gingen wir zu unserem Tower, wo eine kleine Buehne aufgebaut war. Wir mussten das Konzertende eines Solo-Gitarristen abwarten und bauten auf. Die Buehne reichte gerade einmal fuers Schlagzeug. Waehrend sich einige an einem Smoothy (nein, das hat keine Kalorien, das sieht nur so aus....und diese grelle Farbe ist auch rein natuerlich...) guetlich taten bauten wir auf. Das konzert lief wirklich gut. Das Orchester hatte die Standpauke vom Vortag verstanen und konzentrierte sich. Vorbei die Zeit der widerkauenden Meute. Der Klang hatte sich gut entwickelt, das Wetter uebrigens auch. Aus diesem Grund blieben viele Menschen stehen.

Intermezzo: eine Dame in Amerika-Flaggen-Top und einer Luxemburg-Muetze stellte sich mir als vor 30 Jahren ausgewanderte Luxemburgerin vor, die in der Zeitung von unserem Konzert gelesen hatte und sich speziell fuer unser Konzert frei genommen hatte und hergefahren war. Sie bat uns um eine CD.

Nachdem wir bemerkten, dass die eng bemessene Zeit knapp wurde, liessen wir Hands up weg und spielten sofort Stars and Stippessen.

Bernhard waehlte ein durchaus sehr gesundes Tempo, das ORchester machte mit, die Amis hielt es nicht mehr auf den Stuehlen. Nachdem wir bei der 2. Wiederholung der Piccolo-Solostelle kollektiv aufgestanden waren und Serge, eine Snare haltend mit Luc (war es Luc), auf der Snare spielend an der Buehen vorbeimarschierten, bis hinter die Ohren lachend, war es um die Sache getan und die Amis waren mehr als aus dem Haeuschen. Eine Zugabe gab es nicht, Taenzer machten sich bereits bereit.

Wir mussten in einem rekordverdaechtigen Tempo zusammenpacken (waere das keine Idee fuer Wetten dass? Wie schnell kann ein teils uerbnaechtigtes Jugendblasorchester einen Konzertplatz rauemen?) Nun, unsere Leistung war verbesserungsfaheig. Als wir die Perkussionskiste und Lebenseinsatz (ehemmmm) endlich schliessen konnten, kam ein gewisser Herr Serge K. und meinte allen Ernstes, er brauche jetzt eine Diffwinds CD, die sich natuerlicherweise in der eben zitierten Kiste zu befinden schien. Die Freude der Einpacker kannte kaum Grenzen. Zu Unrecht. Die CD war schnell gefunden (zwar nicht die , die wir gesucht hatten, aber seien wir doch ehrlich: CD ist CD.....). Nach dem Einladen des Van, dessen Rampa ueberhaupt nicht zu gebrauchen war, beschloss unsere Gryppe nach dem Zurueckbringen der Instrumente ins Auto (Schluesselfrage, Abgabe.....) eine Bar aufzusuchen. Nun, diese fanden wir nicht, waehlten aber eine andere.

Nach einer Weile war eine crescendierende und decrescendierene Sirene zu hoeren. Tornade-Alarm, so philosphierten wir? Wir fragten unsere Bedienung. Dieser meinte, er werde sich erkundigen und kehrte mit einem " ou iaes, dis is ae Toernaedou-Uahhninnn". Die Gaeste an den Vitrinenfenster wurden gebeten, sich an einen anderen Platz zu begeben. Die Artists der Fair hatten grosse Eile im Zusammenpacken ihrer Kunst. Der Himmel war dunkel. Grau-Schwarz. Andere Musiker meinten spater, sie haetten den typisch gruenen Tornado-Himmel gesehen, bei uns war er aber nur grau (unser Fenster liefert nur begrenzte Einsicht). Allgemeine NErvositaet. Dass es hier in der Gegend keine grossen Tornaden gaebe, das hatte mir Baedeker bereits erklaert. Aus diesem Grund schloss ich mich Conny an und schoss ein Foto. Trotz unverstaendnisvollem Murren anderer Menschen (Laurent z. B.) ist meine Einstellung die, dass ich die Situation sowieso nicht beeinflussen kann, das Ding so oder so kommt oder nicht kommt, und wenn ich schon mal die "Gelegenheit", die sich mir wohl nie mehr bieten wird, sowas sehr sicher zu sehen, gab es fuer mich keinen Zweifel an meiner Entscheidung.

Der Tornado an sich praesentierte sich als intensives Lueftchen, das keinen Respekt vor der Kunst hat. Bilder wollten umherwirbeln, Menschen hasteten durch die Strasse, die Blaetter wehten sehr strakr an den Baeumen. ICh schaetze ganz laienhaft auf eine Stundenkm-Zahl im oberen 2-stelligen bis 3-stelligen Bereich. Der Sturm war heftig aber kurz. Ein Zyklonen-Auge wie in manchen Hollywoodstreifen war Gott dei Dank nicht zu sehen. Es fing an heftig zu regnen. Aber genau so schnell wie das ganze anfing, hoerte es auch wieder auf.

Wir sollten im Van noch Conny und dann auch Sonja heimfahren. Nach etwas schlangenhaften Wegen fanden wir ein huebsches Holzhaeuschen, das nach soliden Verhaeltnissen aussah und in welchem Conny wohnen durfte.

Das Auffinden von Sonjas Heim.....nun ja, wir kennen Ann Arbor nun recht genau.

Da ich leider sehr stark auf meine Margarita reagiert hatte, und in einen histaminbedingten Schlafzustand fiel, in dem ich zwar das meiste mitbekam, aber nicht auffwachen konnte, merkte ich gegen 18h, dass wir die Wohnung anscheinend immer noch nicht erreicht hatten und eine Flut von" links, eh, nee rechts, oder aber links, nein, hier nun rechts, gugt, dieses Haus kommt mir bekannt vor, das naechste.....naja, sehen auch alle gleich aus (da kann man SOnja ja recht geben...)". Der langen Rede kurzer Sinn: Sonja hatte komplett die Orientierung verloren, und damit keine Chance alleine zum Haus zu finden. Durch Fragen von Passanten, Hausbewohnern, die sich auf der Terasse aufhielten und mit etwas Geduld, fanden wir dann gegen 19h ihr Heim.

Nachdem dann auch wir heim gefunden hatten, gingh es zu Abbie zum Kniedelen-Essen. Nag hatte 2 Grillhaehnchen besorgt und es gab noch etwas Gemuese. Das Essen fand trotz sinkender Temparaturen auf der Terasse statt. Irgendwie rueckte das Abschiednehmen naeher. Wir begaben uns zu Fuss zu einem "pnd", einem in unserem Falle komplett ausgetrockneten See und gingen wieder zurueck.

Ich erfuhr, dass bunte Fahenchen in den Vorgaerten an Baustellengebieten unterschieldliche Leitungen kennzeichnen (blau ist Wasser...). Nach einer Abschiedsrunde, Scouts-Runde mit Liedern, begleitet von Laurent an der Gitarre, gesungen von Laurent und Kim, fuhren wir zu Jayas Haus um uns etwas umzuiehen um in die Stadt zu einer Studentenparty zu gehen,

Nachdem wir getankt hatten, die Stadt nicht so fanden, wie wir sie haben wollten, von STudenten falsch orientieren wurden, befanden wir uns zunaechst auf der Terasse, spaeter im Innern der Brown Juk (hiess das nochmal so) wo das "Partz machen" aus Trinken und Dauerkettenrauchen bestand. Seltsame Braeuche sind das. In Deutschland wird unter dem Begriff Studentenparty ein bissle was andersch vrstandn.

Gegen 2h waren wir bei uns im Haus angekommen, loeschten das Flurlicht um Jayas Mutterinstinkte uns gegenueber zu beruhigen und packten schnell unser Zeug zusammen, Treffpunkt zur Abfahrt nach Cadillac war 8h45. Wir fuhren eher los um noch Laurents Ladegeraet aus Abbies Van zu nehmen.  

21.7.07 05:30, kommentieren

Information an alle Eltern, Freunde, Verwandte der Mitreisenden

Liebe Eltern, Freunde, VErwandte, Interessierte...

Man hat mich gebeten ueber diesen Weg mitzuteilen, dass einige Orchestermitglieder trotz Tribande erhebliche Handyprobleme haben.

Benutzer von vox und Tango haben oft kein Netz, hier in Cadillac anscheinend uerberhaupt keines (soweit man mir das gesagt hat). Luxgsm und Mobilux funktionieren normal. Einige Triband Handys streiken, obwohl sie funktionieren muessten und einige Handy weigern sich vehement, sich aufladen zu lassen, resp. das Stromsystem macht ein richtiges Aufladen nicht moeglich.

Dies sind die zahlreichen Gruende warum entweder SMS nicht ankommen u.s.w.

Allen geht es gut, alle leben :-), also bitte keine Sorgen machen.

21.7.07 04:34, kommentieren

der heutige Tag in Ann Arbor (Mittwoch)

Es ist jetzt fast 1h nachts und wir sind gerade zurueck gekommen. Heute morgen sind wir nach einem spartanischen  Fruehstueck (wer hat schon Hunger nach dem riesen Menue am Vortag inklusive Mammuteis und verschimmelten Brot zur Fruehstueckswahl..) nach dem Essen eines Apfels zum Fire depatment, wo Laurent im NAmen seiner Feuerwehrfreunde die Fire fighters gruessen wollte. Als ein Feuerwehrmann den Grund des Besuchs erfuhr war er so begeistert, dass er uns einen grossen TRuck (wie in den tollsten Filmen) rausfuhr, zur Fotosession saemtliche Beleuchtung anschaltete und das ganze Equipment zeigte. Danach dann Besichtigung der Station, der Notrufzentrale, wo wir ueber die Feuerwehrunterschiede beider Kontinente philosophierten.

Nach diesem Besuch ging es dann weiter in die Pioneer Highschool. Aus beruflichen Gruenden wollte ich naemlich eine solche von Innen sehen. Trotz Baustelle kam eine Fuehrung zustande und wir sahen Wahnsinniges: ein riesigher Konzertsaal mit aller nur erdenklichen Buehnentechnik, ein Kammermusiksaal, ein marching Band Probezimmer unvorstellbarer Groesse und Ausstattung, ein Raum fuer das Szmphonieorchester, eine riesige Ausstattung an Instrumenten,darunter 2 Harfen, Streichinstrumente yum Ausleihen....der Wahnsinn. Wir sahen die Sammelstelle fuer die Schulbuecher: jeder Schueler bekommt alle Buecher fuers Schuljahr gratis zur Verfuegung gestellt, gibt die aber am Schuljahresende wieder ab.

Wir sahen die bombastisch grossen Sporthallen, die unglaublichen Sprtfelder draussen (mehrere Tennisfelder, Baseball, Basket, Football...wow!) Dann die technischen Ateliers.....Autowerkstatt, Krankenpfelegwerkstatt, Schmuckdesign Werkstatt....wow!

Wir fuhren dann zusammen mit Siri, die die Summerschool im Fach GEschichte besuchen muss in Downtown zur Art Fair. Wir assen ein Sandwich und sahen uns einige Staende an, bis wir dann zur Probe fuhren.

Einen PArkplatz finden, wie ein 6er im Lotto. Hier darf man fuer horrende Preise sein Privatgrundstueck anbieten....20 Dollar fuer 2h im Vorgarten...Autos Nase an Nase geparkt.

Wir sahen die Unigebauede......Campus heisst hier nicht @abgeschlossenes Grundstueck ohne Autos@ sondern einfach Unigebauede in der Stadt. Die Staende waren interessant, es war aber erdrueckend heiss.

Wir fuhren anschliessend zur Probe. Danach zurueck und nach viel hin und her gab es hier ein indisches Abendessen mit 2 Eisbomben zum Dessert....sollte ich die fettigen, tollen klebrigen Donuts lieber verschweigen? (unser Familienvater wollte zusaetzlich 4 Truthaehne kaufen....Laurent konnte ihn gerade noch davon abhalten....wer haette das gegessen???) Nach dem Essen im Garten besuchten wir das Konaert der Civic Band. Danach fuhren wir zurueck zu uns, von da zu Laurents und Marcs Haus um dort unser Luxembourgish Dinner, Kniedelen mat Kompott an Kromperen mat Greiwen ze maachen.

Die Details werden spaeter nachgereicht.....ich bin jetzt zu muede.

 

19.7.07 07:10, kommentieren

Ann Arbor

So, wir wollen einfach nur noch hier bleiben.

Es gefaellt uns hier wirklich sehr, sehr gut.

Die erste Gastfamilie ist eine indische. Kim und ich teilen uns ein Zimmer mit mega grossen Betten, eigenes Bad, begehbarer Schrank...die Kinder sund 28 und 16 (ein Sohn studiert in Berlin) und unterhalten uns gerade. Super Diskussionen, alle verstehen sich blenend. Marc H. und Laurent sind auch hier. Ihre Gastmutter und unsere Gastfamilien tun eigentlich alles zusammen.

Wir sind heute um 9h , also 8h alte Zeit, in Chicago los. Tolle Straende, wahnsinnig tolle Radwege.....(hirhin komme ich sicher wieder zurueck...) und laaaaaaaaaange Highways. Wir sind einmal 30 Minuten stahengeblieben und dann war um 11h30 eine Mittagsstunde, die aber eigentlich um 12h30 war....irgendwie war da so ne Zeitzone ueberschritten worden....man hatte vergessen, uns das zu sagen. Aber hier gab es von Pizza Hut, Burger King bis Taco Bell alles....und einen tollen Sportdicounter mit unglaublich verruecktem Zeug. DAS muss man einfach gesehen haben. Nun...ich nenne nun so coole Sportschuhe mit Rolle mein eigen....ich wollte diese schon haben, bei uns sind die aber soooo teuer.....Wir sind gegen 15h45 in Ann Arbor angekommen. 

Kleine Holzhaeuser.....wie bei Forrest Gump. Unser Haus.....sehr schoen, nur am Rande der Stadt....Stadtleben ist da nicht. Dafuer waren wir bei Abby, Marcs und Laurents Gasdtmutter und bekamen von unserer Gastmutter dort ein indisches Essen (lecker) servier. Als Dessert herrliche Sesam-Honig Bonbons (in unserem Haus ist der HErd kaputt). Wir sind dann nach Essen im Garten und Diskussionen zu dem Huron River gefahren und in domestizierter Natur spazieren gegangen. Hier ist alles sehr sicher: das Haus wird abgeschlossen und der Schluessel an der Tuer in einem kleinen Kaestlein mit Zahlencode, welcher an der Tuerklinke befestigt ist, aufbewahrt. SUper easy.

Nach dem Walk hat man uns ein Eis in einem Ice-take away angeboten. Wir haben das small genommen: Small heisst hier ein BERG von Eis....WAHNSINN.....die Hosen werden langsam eng bei den Portionen....und lecker wars noch dazu.....die Amerikaner verdurecken Mordportionen.....wie schaffen die das nur....

Heute Abend sitzen wir diskutierend im Salon....

Gestern das Konzert.........oh je.....

Warum es gerade beim ersten Stueck mit regnen anfangen musste? keine Ahnung.....jedenfalls wurden Englisch Horn und Oboe waherend dem ersten Stueck von Bernhard und mir auf der Buehne eingepackt. Freiluftkonaert auf vielbefahrener "Place d'Armes"....man stelle sich auf die "Aire de Capellen" zu Stosszeiten und spiele ein Konzert.....das laesst sich vergleichen.....Danach dann zum Navy Pier, wo einige T-Shirts den Besitzer gewechselt haben, meine Kreditkarte etwas belastet wuirde (es interessiert sich hier niemand, wem die Karte denn eigentlich gehoert....Unterschreiebn, fertig!!!)

Wir sind dann ins Bubbas Shrimps Restaurant (jaaaa,das aus Forest Gump) gegangen. Hier habe ich Shrimps.........jaaaaaaaaa, die originalen, in einer tollen Knoblauchsosse gegessen....das hat sich rentiert....war super!

Gegen Abend sind wir ins Hancock Building. den 2. hoechsten Turm gestiegen. Der Fahrstuhl.....ein Katapult. Die 94. Etage: WAHNSINN. Sowas hat noch keiner gesehen. Das ist unbeschreiblich. Atemberaubend.....von oben  in so manches Freiluftschwimmbad anderer Wolkenkratzer gesehen, das imposante Strassennetz. Sehr beeindruckend. Wir blieben dann bis 22h30.

Am Abend waren wir in einer GRuppe von 12 Leuten unterwegs. Ein gewisser Hornist namens Steve uebernahm die Fuehrung...er wissen "ungefaehr" wo das Hard Rock Cafe sei......sollte er in die musique militaire, sollte er vorher das KArtenlesen doch etwas verbessern....oder seine Auskunftsquelle. Angekommen sind wir nie, haben aber die meisten Stadtbloecke der Innenstadt gesehen....*lach.

Den Abend haben wir dann in einem Hilton PUb.....man muss ja Paris unterstuetzen....bei einem Bier ausklingen lassen.Einige wollten danach noch etwas essen....ich habe mich aber nach Schlaf in einem Klangbrei von Elevated, Gewitter, Sirenen und Krankenwagen gesehnt....und war so kaputt, dass mir diese trotz offenem Fenster sowas von egal waren.

Ein Beagle zum Fruehstueck....so ein Broetchen mit einem Loch in der Mitte, etwas Tee, und dann heute der Bus...

Morgen gehen wir an der MIT, besuchen den Campus dieser renommierten Hochschule. Dann eine bitter benoetigte Poibe (obwohl das gerade die, die sie am noetigsten haben, nicht einsehen wollen) und am Abend wollen wir lux. kochen (fuer unsere Gastfamilien). Kniedelen mat Kromperen mat Speck an Aeppelkompott......de Marc wees nit, waat Kniedelen sin!!!

Sin mol gespannt...... 

1 Kommentar 18.7.07 06:12, kommentieren

Mein erster Eintrag aus Chicago

Der Flug

Eigentlich hatten wir grosses Gluck. (gibt es hier Trema?).

Wir kamen etwas spater los, da die Busse in Differdingen nicht unbedingt sehr entgegendkommend waren, was den Stauraum anbelangt. Unterwegs auf der Autobahn dann ereignete sich vor Brussel ein Verkehrunfall, wo ein Fahrzeug die kalifornische Mauer durchbrach und das wenige Sekunden, bevor wir kamen. Uberall lag Reifenmaterial auf der Strasse.....hatten wir keine Versp'atung gehabt, hatte es womoglich einen weiteren Busunfall gegeben...das gint noch gut aus.

In Brussel Zaventem angekommen, gingen wir zum viel zu engen Terminal.....echt, fur einen internationalen Flughafen ein Skandal....Das Einchecken...Auf den Bildschirmen unseres Flugen wurden wir schon mit "welcome Diffwinds" begrusst und beim Einchecken selber war eine sehr unfreundliche Dame die wissen wollte, wo wir unsere Koffer gekauft hatten, wer sie wo wann mit wem eingepackt hatte. Hat jemand geholfen? Sicher,dass das erst gestern war? Hatte jemand was untergejubelt? Ganz unfreunlich und sehr forsch. Warum das so seie....." because I ask" einen tieferen Sinn sucht man also vergeblich.

Wir arbeiteten uns weiter zur problemlosen Passkontrolle (drangeln war an der tagesordnung). Der Duty-free interessierte uns nicht so. Wir gingen weiter zur letzten Kontrolle (doofe qwerty......aaargh) und auch hier verlief bei uns alles problemlos.....wir mussten die Schuhe NICHT ausziehen, nix piepte, nicht schlimmer als vor Jahren.

Das Flugzeug: eine herbe Enttauschung. Altes Modell, abgetragene Sitze, kein eigenes Display mit Viedeospielen, keine Ablenkung....das riskierte einen langen Flug zu werden.

Der Start war puntklich, das Fluh=gzeug voll ausgebucht. Wir sassen auf den beiden Fensterseiten, die das Orchester fast auf der ganzen Lange belegte.

Der Start,......ich habe das eigentlich gut gemeistert. Nur minutenlanges Hzperventilieren bis zum geht nicht mehr und beruhigende Worte von David und Elisa und entsetze Gesichter der Familien, die im Mittelblock sassen. Ich habe mich noch wacker geschlagen. Das Zittern von Korper inklusive Unterkiefer nach der Espenlaubmethode (grins) liess sogar nach 30-40 Min. Flug nach und meine Finger bohrten sich nur massig in meine Jacke.

Der Flug insgesamt war sehr ruhig, einige wenige kleine Turbulenzchen, die der Rede nicht wert waren....Es gab dann gegen Mittag Eu-Zeit essen. Chicken mit gefullten Nudeln und ubermassig fetter kasesosse, sehr heiss, ein Ciabatta-Brotchen, eingemachtes Ratatouille und so ne Fruchtschnitte. Zu trinken gabe es vor, wahrend und nach dem Essen, auch sonst kam man eigentlich nicht zu kurz.

In den Gangen war kaum Platz, sodass viele Kinder permanent quangelten. Filme mit Schiessereien zu zeigen, wenn Kleinkinder an Bord sind....sehr paedagogisch.

Die Landung war sanft, also das Aufstetzen an sich, zuvor sehr unruhig, viele Luftloecher, ne Achterbahn ist durchaus vergleichbar. Ich fans cool (ja, echt!). Die Aussicht auf Neufubndland, Kanada und die Seen war sehr toll, nur ueber Groenland waren Wolken, man sah NICHTS.

In Chicago selber kamen die meisten problemlos durch den Zoll, zu mir waren alle freundlich.

2 von uns jedoch waren als "gefaehrlich" eingestuft worden. Olivier, er ist dunklerer Hautfarbe und mit seinen harmlosen 16 Jahren im Gegensatz zu seinem aelteren Bruder, der problemlos durchkam ein "nationales Risiko". Genauso wie Michel, man fand es sehr seltsam und sehr gefaehrlich, dass er als Portugiese in Luxemburg leben (sic!). Das Einschreiten von Gerda, Lux. Konsulat, zeigte sofortige Wirkung. Ein Lichblick, nachdem die Verantwortlichen angeschrieen worden sind, sie moegen Land gewinnen ansonsten die beiden die USA nicht betreten duerften....auch der Minderjaehrige....schlimm.

Das Abholen des Mietjeeps dauerte eine halbe Ewigkeit. Die erste Grenzkontrolle passiere ich um 13h Lokalzeit, gegen 16g erst konnten wir in O;hare losfahren....wegen der Kontrolle udn Jeepbeschaffung.

Durch Rush-Hour Stop-and-go erreichten wir ueber den Higway die City, vorbei an vielen Harrz-Potter Plakaten und diversen von uns bewunderten Autos. Die Skzline war atemberaubend und Objekt vieler Fotos. Wir fuhren durch den Loop zum Youthhostel.

Unnoetig zu sagen, dass wir wieder 1h warten mussten, bis die Schluessel kamen. In Amerika hat man Zeit! No stress! Die Zimmerbelegung war ein Reinfall, man war irgendwie ueberbucht, es mussten sich welche von uns mit Fremden ein Zimmer teilen, Maedels sollten zu 2 amerikanischen Jungs...nicht so evident, zumal keiner mit sowas rechnete.

Abends waren wir frei. Unsere Gruppe ging hier spazieren, nahm dann die U-Bahn um in einem Loungartigen Fischrestaurant ein tollen Essen zu geniessen (nachdem wir fast 1,5h auf einen Tisch warten mussten.....also nur amerikanische 5 minutes....aaargh....wir waren kurz vorm gehen, bekamen dann starters gratis). Waehrend dem Essen, wir waren alle laenger als 24 auf den Beinen, schliefen die ersten schon ein...wir waren dann gegen 23h30 im Zimmer. Chicago ist in diesem Stadtbezirk sehr sicher, auch die U-Bahn, man fuelhte sich nicht bedroht.

Geschlafen haben wir alle, nur man kann sich nicht im entferntesten vorstellen, wie laut diese Stadt, vor allem die Elevated, die an unserem Fenster passiert ist. Da ist nicht gepuffter, volle Pulle ueber die Schienen gerattert....furchtbar. Mit Oropax ging es etwas.

Jetzt ist es 10h10. Um 11h werden wir ins Rathaus gehen, unser erstes Konzert spelen und eine Chicago-Pizze essen duerfen.

Bin mal gespannt, wie es weitergeht....

Soviel fuer heute.....

16.7.07 17:10, kommentieren

Letzter Tag vor Abflug

Sodele....

Nach einigem Umpacken ist nun die richtige Tasche gefunden und das Gepäck verstaut.

Es folgt nun ein letztes Statuserheben der Oboenrohre. Dann wird der Instrumentenkoffer nach verbotenen Gegenständen wie Schraubenziehern etc. durchsucht. Ich werde ein Schachtel mit Doppelrohrutensilien packen, max. ein Messer, ein Dorn (auch eins für EH), die Zungen, Glaspapier und Zigarettenpapier mitnehmen. Wischer und Flötenputzer kommen in den Instrumentenkoffer. Noten noch....die jetzt transponierte Stimme für Sopran-Sax (sorry Serge, wees do och nit, waat do schief gelaaf ass.....).

Handgepäck an sich: kleine Tasche mit Reiseführer, Taschentücher, Beruhigungsmittel (mehr als wichtig !!) und einer alten Wasserflasche zum Wegschmeissen, fehlt da noch viel? Pass und Geld wird extra verstaut.

Was ich noch ganz einpacken muss sind die Elektronika wie Ladegeräte, Kopfhörer, ipod, Fotoapparat, HANDY (Tri-Band).

Dann zur Beruhigung etwas Flöte spielen.....danach dann Jogging oder Rad fahren. Kleidung für Morgen bereitlegen....dann könnt's theoretisch losgehen.

Die Angst vom Fliegen....naja, werde wohl diese Nacht nicht schlafen...aber was solls.

Bin mal gespannt, wann ich mich von dahinten melden kann! 

14.7.07 14:50, kommentieren

Letzte Probe vor dem Start

So, the final countdown!!!

Die letzte Probe vor der Abreise war etwas, naja.....durchwachsen.

Ich kam zu spät.....(wegen der Schule...Abschlusskonfernenz....) und die Stimmung war etwas angespannt. Am Konzert haben sich einige Lücken gezeigt, welche noch beseitigt werden mussten.

Unser deutscher Dirigent hat dann gleich ein etwas rigideres Tempo angeschlagen. Es war sehr laut in der Probe, aber dennoch.....man merkt deutlich den Unterschied zwischen deutscher und luxemburgischer Arbeitsphilosphie und das Orchester reagiert darauf etwas befremdet und zurückhaltend.....das tut dem Klima nicht unbedingt sehr gut.

Nach der Probe noch ein Gespräch mit Fränz zum Thema einer geplanten Orchestertournee des LBOs nach Luxemburg.....hoffentlich tut sich da was

Jetzt heisst es dann einpacken, nichts vergessen.

Nur ja keinen Schraubenzieher ins Instrumentalgigbag. Nur kein Korkfett, keine Rohrmesser oder gar ein Dorn. Oboisten haben ein kompliziertes Leben.

Am Sonntag geht es dann los.

Ich habe sooooolche Flugzeugangst und hoffe jaaaa nur, dass der Flug problemlos über die Bühne gehen wird. Biiiiiiiiiiiiittteeeee!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

 

 

 

 

 

13.7.07 00:27, kommentieren

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