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Rückflug

Der erste Eintrag aus Luxemburg, mit einer "normalen" Tastatur....yuhuuuu

 Da wir schon um 7h morgens am Treffpunkt sein mussten, hatten wir um 6h aufzustehen. Mit Mühe wurde die grosse Tasche geschlossen und ich hinterliess Soraya wie abgemacht meine Reste an Schampoo und Duschlotion. Sie hatte sich so auf diese "european things" gefreut.

Vorsichtshalber zog ich die Trombosestrümpfe meiner Schwester an und die Jeans darüber. Dies sollte sich angesichts der wieder viel zu kalten Klimaanlage im Flugzeug als doppelt positiv erweisen.

Nach einem kargen Frühstück, dem Überreichen der Gastgeschenke, wurden die Koffer die Treppe hinuntergerollt. Die Gastgeschenke kamen wieder gut an, besonders T-shirts von Diffwinds scheinen ein heissbegehrtes Sammlerstück zu sein.

Wir brachen dann auf und erreichten kurz vor 7 den Treffpunkt. Einige Koffer waren schon verstaut, leider quer eingeladen, sodass zu viel Platz verloren ging und die "traditionelle Busladegruppe" einige Koffer wieder komplett ausladen mussten. Schon allein um die Schlagwerkskiste einzuladen. Nach wenigen Minuten herumreichen und in Lücken Stopfen von Koffern waren wir schweissgebadet. Aber nach mehrerem Hin- und Her passte auch der letzte Koffer hinein. Hufff!!

Wir genehmigten uns auf der Fahrt zum Flughafen Chicago O'Hare nur eine kleine "Restroom-Pause" und eine 20-minütige Mittagspause an einer Raststätte, wo es unter anderem Burger King, Pizza Hut, Taco Bell etc gab. Die Busreise zog sich hin. Ich schlief für wenige Minuten immer wieder ein, es war wenige Platz im Bus, viele Überholmanver. Das Trinkgeld für Tom, unseren Busfahrer wurde eingesammelt. Bernhard erbarmte sich und übernahm die Aufgabe. Toms Ehefrau bestand auf Adressenaustausch und wollte meine haben. Ob sich da ein Austausch ergeben wird, wage ich jedoch mal zu bezweifeln. Aber wer weiss....

Durch das Rückstellen der Zeit um eine Stunde (Chicago hat Central Time) gewannen wir eine notwendige Stunde und erreichten unser Terminal 3 gegen 13h. Gott sei Dank hatten Tom und seine Ehefrau die Idee gehabt, sicherheitshalber noch einmal bei AA nachzufragen, ob und wo unser Flug stattfinden soll. Wir waren von Terminal 5 ausgegangen, wo internationale Flüge ankommen. Auf dem e-Ticket befanden sich nämlich überhaupt keine Daten zum Abflugstandort und Terminal 3 und 5 liegen nicht direkt nebeneinander. Bernhard verliess den Bus um sich zu vergewissern, dass wir an der richtigen Stelle angekommen seien. Freudig verkündete er, man wolle uns eingene Check-in Schalter öffnen. Die Freude auf ein kurzes, schnelles und schmerzloses Einchecken sollte aber von kurzer Dauer sein.

Mit Sack und Pack, nach dem Verabschieden von Tom, betraten wir mit Sack und Pack (und Kiste) die Halle. Ein paar weniger oder mehr nette Damen übernahmen den Schalterdienst.

Obwohl wir als Orchester (ein Orchester hat ja logischerweise Instrumente bei sich), war das einchecken der gemeldeten Kiste sowie von Johnys Bass-Tuba ein grosses Problem. Die Tuba sei (sic!) too heavy und so ginge das nicht. Nach einer Ewigkeit erst, nach viel Herumtelefoniererei und viel privater Quasselei der "freundlichen" Hotessen am Schalter fand die Tuba dann den Weg in den Flugzeigrumpf.....die arme Kreditkarte.

Jedes kleinste ZUsatzgramm war ein Problem. Einige Waagen hatten Probleme, bei leerem Zustand die Zahl 0 anzueigen. Einige Koffer, die nicht voller geworden waren durch Geschenke etc. wogen trotzallem auf einmal bis zu 5-6 kg mehr als in Brüssel. Seltsam. 

Die doch dreiste aber clevere Idee, nach einem zu schweren Wiegen, den Koffer zu öffnen, Schuhe, T-shirts etc auszupacken und dann nochmal zu wiegen: das Übergewicht war verschwunden, und dann die so entnommenen Gegenstände nach dem Wiegen auf dem Weg zur Abgabe des Koffers für Einchecken circa 10 m weiter links neben den Schaltern, zeigte sich als erfolgreich. Nach dem Wiegen interessierte sich nämlich keiner mehr dafür, was zusätzlich noch hineingestopft wurde. Man hörte einiges Zirren von Reissverschlüssen und Knacken von Schlösser von Koffern am Schalter. Einige Kofferbesitzer waren durch das lange Warten (über eine Stunde) und das (bewusst?) so langsame Arbeiten der Schalterbeamtinnen und deren Klatschgespräche nebenher so gestresst, dass sie das Zahlen der Übergewichtsstrafe in Kauf nahmen, um die Prozedur zu erleichtern...

Steve entsetzt: warum sind die so erstaunt, dass ein Orchester grosse Instrumente dabei hat.....oder eine andere Stimme: ist doch klar, dass man bei 2 Wochen Reise mehr als nur 1 T-Shirt dabei hat. Mein Koffer war dann der absolute Witz: so schwer, dass man ihn kaum heben konnte, war er locker, sehr locker unter dem Gewicht. Das kann nicht sein. Jedenfalls waren wir mit den Nerven ziemlich am Ende. Auf mein nervöses regelmässiges rhythmisches Tippen mit meinem Pass auf die Theke ein erstauntes "what's up" der Dame am Schalter. Wir Europäer wären schnellen und effizientes Arbeiten und kein solches Chaos gewöhnt entrutschte es mir, schliesslich seien wir ja als Orchester angemeldet gewesen....*kopfschüttel* ein böser, durchdringender Blick. Aber es schien wenigstens minimal schneller zu gehen. Übertriebene Freundlichkeit als ich dran war, und schnell ging es, nichts zu schwer....

Dass wurde das Gepäck beim X-ray Gerät abgegeben.

Jeder ZWEITE Koffer unserer Gruppe wurde geöffnet. Da wir wegen der immer noch vorhandenen Schlange bei den freundlichen Damen wartend den Grenzbeamten zusahen, verfolgten wir mit Spannung, wessen Koffer geöffnet wurde. Ein "oh, der gehört x" erhöhte die Aufmerksamkeit. "Er sieht sich den Posaunendämpfer an, sieh mal, wie seltsam er das Ding dreht und ansieht"...einige Schritte näher ran rückend.....da überschlug sich der Beamte vor Lachen: er hatte den Grund des suspekten Schattens gefunden: ein Riesen-Freezby und musste sich vor Lachen auf dem Arbeitstisch abstützen. Unser Interesse an der gesamten Aktion war noch mehr geweckt. "Ich will sehen, wie der das jetzt schaffen will, diesen Koffer da wieder zu schliessen". Die ganze Sache war richtig unterhaltsam geworden, die Grenzer sahen auch unser Interesse und ein verdutzer aber lachender Blick unsere lachenden und amüsierten Gesichter sehend, lockerten die Stimmung auf. Der letzte/die letzte unserer Gruppe war dann durch und es ging zur Passkontrolle.

Hier war die Sache dann schon viel einfacher! Es gab hier Warteschlangen in Form von serpentinierenden abgetrenntenen Gängen. Es ging vorwärts, kein Gedränge, keine Ellbogenkämpferei wie in Brüssel. Viel besser. Nach der Passkontrolle dann Handgepcäkkontroller. Grösse und Gewicht interessierte weniger, dafür aber Inhalt. Alle mussten die Schuhe und Gürtel etc ablegen. Einige Orchestermitglieder hatten allen Informationsplakaten zum Trotz mit Benzin gefüllte Feuerzeuge (und als gefährliches, weil feuerstartendes eingestuftes Gerät) dennoch im Handgepäck und ärgerten sich über die Beschlagnahmung.

Wir hatten circa 50 Minuten im Duty Free Bereich und es ging eifrig an die Aktion LETZTE-DOLLARS-LOSWERDEN. Nun, ich war erfolgreich. Nadja wird sich sicher auf das gemeinsame Durchforsten amerikanischen Harry-Potter-Materials freuen. Die letzten Dollars invstierte ich aufgrund von schlechter Bedienung im Laden mit dem tollen Jogurt-Mix bei MacDoof in einen Milkshake. Genauer: ich legte mein restliches Kapital auf den Thresen und erklärte dem Hispanic, ich wolle einen Milkshake und für das restliche Geld Cookies oder so.

Ich bekam dann ein ganzes FASS Milkshake (soooo war das nicht gedacht, mist) und 10 Cookies....hätte ich doch SMALL Size gesagt,..mist. Ok, noch 2 Minuten bis zum eincheck. 

Es kamen dann einige: ach, habt ihr gesehen, wir sind doch nicht K7, wir sind jetzt H13 (oder sowas). Waaasss? Wo ist H? Im anderen Flügel! Na toll!! Eine ganze Prozession Diffwindler bahnte sich den Weg schnell eilend durch die Masse und sammelte unterwegs weitere ein, die sich auf den Weg zu K7 gemacht hatten. Es musste schnell gehen. Nach circa 5-7 Minuten schnellen Fussmarsches (es musste ja gaaaaaaaanz am Ende des anderen Flügels sein...) erreichten wir unser Gate. Wir mussten nochmal an einem Schalter passieren, wo unsere Identität überprüft wurde. Dann: 20 Minuten warten, der Flieger hatte Verspätung beim Landen. Na toll. Die ganze Hetzerei hätte man sich sparen können. Nach Hinsetzen (ich hatte zu viele Tüten) machte Bernhard den 2-letzten Appel Nominal. Alle waren da.

Wenig später wurden die Gruppen aufgerufen. Ich war Gruppe 3 und kam recht zügig dran. Meine freundliche Bitte um einen Fensterplatz bei der freundlichen Eincheck-Schalterdame hatte geklappt. Nach Tauscherei sass ich weiter hinten. Aber Hauptsache Fenster. Auch wenn man hier die Maschinen besser höre und die Turbulenzen besser spüre. Egal. Ich wollte ja meine Flugangst besiegt haben. Ich sass vor Bernhard und Carmen. Neben mir sass, wie sich herausstellen sollte, ein netter schweizer in Brüssel lebender Klimatologe, der berufsmässig 3-4 mal im Jahr in die USA muss und vor dem Berufsleben ein talentierter Flötist war und von einem Rampal-Schüler unterrichtet wurde. Er schlief zwar viel, es gab aber auch viele interessante Gespräche. Er erklärte mir diverse Woklenstrukturen und wieso sie welche kleine Unruhen des Flugzeugs verursachen. Zudem lieferte er interessante Details über die Vertuschungsmethoden der Veröffentlichung von klimatologischen Studien, die nicht dem entsprechen, was die politische Obrigkeit der USA und die Öllobby hören wollen.

Am Anfang war der Flug etwas unruhig. Die Stewardess hatte die Idee, meinen Salat gerecht auf dem Schoss von meinem Nachbarn und mir zu verteilen....*grins*. Die Aussicht aus dem Fenster war schön. Gegen 20h Chicagoer Zeit sollten die Lucken zwecks Schlaf geschlossen werden....kaum einer unserer Gruppe konnte/wollte schlafen, so kamen einige Gesprächsgruppen zustanden, was nicht allen Stewardessen gefiel.

Gegen 22h ging dann die Sonne wieder auf, es war nie richtig ganz dunkel am Horizont. Ich konnte gar nicht schlafen, nur etwas dösen. Trotz warmer Kleidung war es nicht zu warm und ich war froh, als es endlich Frühstück gab. Mein Milkshake lag mir im Magen, die blöden Histamintabletten sind nicht besonders zuverlässig.

Die Landung war mit einigen hübschen Luftlöchern mit Achterbahn Feeling verbunden und es sah lange nach einer Feldlandung aus, ehe im letzten Moment die Landebahn auftauchte. Wir parkten ein und verliessen das Flugzeug um nach einem kurzen Blick auf den Pass durch die Politie den Koffer vom Laufband zu hieven. Die Koffer des Fliegers aus NY rotierten auch noch und endlich kamen unsere an. Sie lagen oft in "2. Reihe" oben auf dem Laufband und es war nicht so einfach, sie ob ihres Gewichtes hinunterzuladen.

Das Passieren der eigentlichen Grenze war ein Witz. Man sah uns nur kurz schief von der Seite an und interessierte sich nicht wesentlich für uns und unser Gepäck. Laurent wurde gefragt: "qch à déclarer" er "non" - "ok, passez". Nur die Dame vor dem Zoll, die einfach nur flämisch sprechen wollte und sich weigerte, wallonisch zu sprechen um uns klar zu machen, dass die Schilder "Eu" "non EU" sich entgegen aller anderer Flughafen nicht auf den Pass sondern den Reisestart beziehen, hat etwas das positive Bild getrübt.

Es dauerte lange, bis die Kiste freigegeben wurde. Einige Koffer waren beschädigt. AA behauptete sich auf einen Fabrikationsfehler. Da hätte ich sicher nicht kleinbei gegeben!!!!

Wir setzten und dann in Bewegung (Uhrzeit?) und die Busse bahnten sich den Weg über die Autobahn. Schlafen konnte ich kaum, einige anderen auch nicht. Als wir ankamen (wieviel Uhr war das, weiss wer das?) wurden wir von einigen Eltern empfangen und ein letztes Ausladen begann. Das Gepäck wurde von den SItzen und aus dem Gepäckraum entladen und eifriges Umarmen und Erzählen wurde begonnen.

Johny holte seinen Van zum Einladen und ein Tice-Bus versuchte verzweifelt im allgemeinen Durcheinander an der Haltestelle zu halten.

Nach dem Verabschieden, insbesondere von Bernhard, Carmen und Serge sowie seiner Frau, traten auch wir den letzten Weg an und wenn ich mich recht entsinne, dürfte die Ankunft gegen halb 2 gewesen sein. Nach dem Mittagessen (unfritierte Kartoffeln und Gemüse...endlich) dann auspacken und verschnaufen. Nach über 30h auf den Beinen ohne Schlaf sollte dann ein kleines Mittags- oder "Frühabendsschlächen" nicht schaden.

So ging eine tolle und erlebnisreiche Konzertournee angenehm zu Ende.

Danke allen Organisatoren für die Arbeit und hoffentlich ist Diffwinds nicht so frustriert von der Arbeit und allem Drum und Dran, dass es keine 2. Auflage einer solchen Reise (es muss ja keine sooo grosse sein....) geben würde. Wäre doch schön, wenn sich so eine z.B. 2-jährige Tradition wie beim Stuttgarter jbo ergeben würde.

 

 

 

 

2.8.07 00:46, kommentieren

das 5. Konzert

Ein Nachtrag zum letzten Konzert fehlt noch....

 Das Auditorium in Port Huron war gut gefüllt, sogar auf dem Balkon waren einige Zuhörer. Nach dem Einstimmen und einer Rede unserer Chairlady wurde Salut à Differdange gespielt. Zum letzten Mal. Es gab generell viel Applaus. Lassus Trb kam gut an, die Solisten hatten sehr überzeigend gespielt und zurecht den Applaus verdient. Aber auch die American Hymne konnte überzeugen und besonders die längeren Werke, darunter Diagram wussten wegen ihres europäischen Klanges zu überzeugen. In diesem Sinne schlug auch Godspell ein. Man merkte dem Orchester an, dass man sich bewusst war, dass es das letzte Konzert in dieser Besetzung war und es war eine wirklich besondere Stimmung im Orchester. Die Stimmung explodierte bei Stars and Stripes indem das Publikun von Anfang an mitauplaudierte und nach der Standing ovation von der Wahl dieses Marsches als Zugabe mehr als begeistert war. Bei der 2. "Refrainwiederholung" standen die Menschen klatschen und sich wiegend, fast schunkelnd auf und der Applaus war ohrenbetäubend. Der Zwischenapplaus nach dem Piccolo-Solo motivierte uns Flötisten natürlich besonders. Irgendwie lief alles gut.

Die 2. Zugabe, der Hämmelsmarsch, war zu Feier des Tages dann "ambulant": wir gingen von der Bühne die Stufen hinunter in Richtung Publikumsränge und spielten dort bis zun Schlusstakt. Dies beeindruckte die Menschen im Publikum besonders. Steve stimmte die Kiermes an, diese gelang auch bei weitem besser als beim letzten Versuch und das Publikum schunkelte brav mit. Wir gingen wieder zurück Richtung Bühne und beendeten ein tolles Abschlusskonzert.

Nach dem Einpacken der Instrumente gingen wir in den Empfangsbereich, wo gratis Eis gereicht wurde. Man konnte zwischen Schoko, Vanille oder einem Mix von beiden wählen. Während das vorzügliche Eis seinen Weg in den Magen fand, nutzen wir den Zeitpunkt um Bernhard sein wohlverdientes Geschenk zu überreichen. Zur Feier des Tages bedankte sich Bernhard sogar auf Englisch und schlug sich sehr tapfer *grins.

Nach dem Konzert kam dann das wahre Après-Konzert mit den Besuch des Music Cafés an die Reihe. Darüber wurde ja berichtet.  

2.8.07 00:57, kommentieren

Fudge

Nach 4 Versuchen nun ein erstes Kochresümee!

 

Das Rezept zur Herstellung von eigenem Fudge bekam ich von Denise Delano in Iron Mountain. Sie wies mich darauf hin, dass das genaue Einhalten der genauen Siedetemperaturen unabdingbar zum Gelingen eines rechtmässigen Fudges beitragen würden. Per Internet bereitet das Konvertieren der Werte aus Fahrenheit in Celsius keine Probleme.

1. Versuch 

Mit Tafel- statt Kochschokolade (mangelns Anwesenheit im Supermarkt) wird das Gebräu laut Delano Rezept erhitzt, auf eine Temperatur, die den 238 F ungefähr zu entsprechen schien und abgekühlt........auch nach Augenmass.

Das ganze Gebräu wollte aber einfach nicht fest werden. Irgendwas hat nicht funktioniert. Hätte ich doch Siurp nehmen sollen, (gab es im Match nicht) statt nur Zucker, obwohl Sirup biochemisch gesehen auch Zuckerfunktion hat...hm

Jedenfalls wurde es trotz 45-minütigem Rühren nichts :-) Das flüssige Resultat wanderte nach einer Verköstigung in den Abfluss....

 

2. Versuch 

Nach Recherchieren der ganz genauen Massen (Was ist eine Floz?) das Dilemma:

eine Ounce kann je nach Bundesstaat eine andere Quantität beinhalten, Ouncen werden in Gramm übersetzt, auch bei flüssigen Substanzen, beim Backen nicht sehr hilfreich und je nachdem welche Behörde zuständig ist, variiert die Definition....ein gewisses Mass kann so 0,x o,ox oder o,oox sein.....sehr verwirrend.

Und ein Cup ist nicht notwendigerweise der Inhalt einer Tasse sondern ein eigenes Mass. Ein Cup können 16 Spoons sein, also Suppenlöffel, deren Kelle kleiner ist als unsere, also 16 "keine ganz vollen Suppenlöffel"...immerin kommt man der Masse schon näher (ich habe kein scharfes -s, sorry).

Mit genormteren Zutaten wurde beim 2. Versuch das Resultat solide, also fest. Fest im Sinne der Konsitenz von Beton. Aber irgendwie sehr sprödem Beton, wo auch noch die Zuckerkristalle kristallisiert und teilweise karamelisiert waren....nicht gut.

3. Versuch  

Nach Erwerb von Ahornsirup -leider noch kein Cornsirup, aber was anderes hatte Cactus nicht zu bieten- und der Anschaffung von Kochschokolade sollte das Web mit zusätzliche Hilfestellung bieten.

Einige Seiten lieferten Fudgerezepte, teilweise mit enormen Abweichungen, der Schlüssel zum wenigsten teilweisen Gelingen war dann youtube. Eine gewissen Diane irgendwas zeigt hier Back-Clips und so kann man Schritt für Schritt die Herstellung von Fudge beobachten. Trotz unterschiedlicher Backzutaten konnten so Fehlerquellen ausgermerzt werden und mein Fudge wurde besser. Wenn man zuerst Sirup Zucker und Milch zusammenbraut, ist das Problem des kristalisierenden Zuckers gelöst.

Das Resultat kam so circa 75% an das gewollte Endresultat heran.

Beim Auftragen anlässlich einer Familienfeier erfreute sich mein "Pseudo-Fudge" erregter Beliebtheit, welch Wunder.

4. Versuch 

Ein amerikanischer Spieleabend war die Devise für Mariä Himmelfahrt. Unser traditioneller Abend war ferienbedingt in kleinerem Kreis zustande gekommen. Nachdem wir aus organisatorischen Gründen Pasties vom Speiseplan genommen hatten, wollten wir ein Wok-Gericht mit viel frischem Gemüse vorbereiten.

Beim gemeinsamen Kochen mit den Harry-Potter-festen Teilnehmern wurde die Nachfrage nach Fudga laut. Mir war entfallen, dass das Haupttrio in Band 3 oder 4 anscheinend auch Fudge verköstigte.

Die Neugierde auf dieses Produkt war somit geweckt.

Die Zubereitung ging sehr schnell und bis auf ein kurzes Verbrennen mit dem heissen Zucker-Gebräu anlässlich des notwendigen Kontrollierens des Zerstöens der Zuckerkristalle zu einer homogenen Mischung, ging alles fehlerfrei vonstatten. Es sei bemerkt, dass die Konsistenz, die die Köchin im Clip erreicht, von uns nicht unbedingt so real imitiert werden konnte.

Dennoch stellte das Resultat die Gäste zufrieden und der Fudge wurde in erstaunlich kurzen Zeit kulinarisch vernichtet.

Dies war der vorerst letzte Fudge-Herstellungs-Versuch.

Aber irgendwie muss doch das gewünschte Resultat auch erreichbar sein... 

 

28.8.07 14:15, kommentieren

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