Mettwoch, den 25.07

Oder: ob Snape wohl boese ist?

Meine Gasteltern arbeiten heute und ich habe sozusagen sturmfreie Bude. Fuer den heutigen Morgen habe ich die Option AUSSCHLAFEN gewaehlt. Gegen 10h30 war mir mein Bett dann doch zu oede. Mit Harry Potter bewaffnet, wollte ich lesen. Copper, der Hund, sah das doch offenbar anders und so war dann "fang das Baby" (wobei mit Baby so eine quietschende Stoffpuppe gemeint ist" Copper hat ein magnetisches Sicherheitsszstem: durch ein Magnethalsband ist es ihm nicht moeglich, die durch speziellen unterirdischen Draht umrundete Rasenflaeche zu uebertreten. Zuerst kaeme ein Warnsignal, dann ein Elektroschock. Da der Hund seine Freiheitszone aber kennt, ist kein Schock notwendig. Nach einigem Spielen (der Hund sollte noch lernen, dass man Stoeckchen nur dann werfen kann, wenn er es aus dem Maul nimmt) musste ich das riiiiiiiiiiiiiesen Trampolin ausprobieren. Quite funny. 3m Durchmesser erlauben schon hohe Spruenge. Am Gleichgewicht sollte ich noch etwas arbeiten, bevor die Saltos drankommen. Ich suchte mir ein Plaetzchen zum lesen. Es war soooo heiss. Ich entschied mich nach mehrern Ortswechseln fuer die Veranda entschieden. Nach einigen Seiten, als es spannende wurde, sprang auf einmal das "Baby" ueber die Buecherseiten und Copper guckte ganz lieb. Nach einer Runde spielen bastelte ich mir dann mein Mittagessen. "Help yourself" ist Synonym fuer das legael Durchforsten der Kuechenschraenke. Nach kurzer Feldorientierung und Ueblicken der Gefechtslage entschied ich mich dann fuer typisches amerikanisches Vollkornbroetchen und einige Cereals. Da fast das ganze Supermarktsortiment zu finden war, fiel die Entscheidung nicht leicht. Zur Feier des Tages habe ich mich dann getraut, die Mischungen, mit den wildesten, chemisch gefaerhlich aussehenden Farben zu waehlen. Und ich lebe noch.

Harrz Potter wurde weniger (also in Seiten gesprochen) und Coppers Spiellust groesser. Ich musste aber unbedingt noch mind. eine Stunde Floete ueben. Nun, Copper war gelinde gesagt ob der akustischen Verschmutzung seiner sonst familiaeren Umgebung mehr als entsetzt. Minuten spaeter lag er aber 2 m vor der geoeffneten Zimmertuer auf dem Boden und schlief sogar ein (und das tolle: er wachte danach sogar wieder auf.....).

Gegen 17h30 waren wir beim St Antoine See beim Picknick. EIne groioooosse Kuehltasche war eingepackt worden, und Monsterhamburger fanden ihren Weg in RIchtung Grill. Wenn Bud nicht zur Kirche fuer eine Versammlung gemusst haette, dann haette die Familie eine Attacke geplant, bei der wir uns gegenueber Captain Jack der Pirates of the C. nicht zu schaemen haetten brauchen. In diesem Falle waere das eigene Motorboot geentert, aeh nee, in den See gelassen worden, und wir waeren dann per Boot am Strand angekommen. Haette das ein Bild gegeben!

Der Hamburg war sein Geld wert. Vor dem Essen ging ich mit Denise zum See, bis zu den Knien im Wasser stehen (das Wasser kochte schon fast......waermer als jeder Whirlpool, oder fast....) erklaerte sie mir die Besonderheiten der Umgebung und wie wann welche Leute hierher kommen und wie ein typisch amerikanischer Sommer herkommt. Man staunt dann doch wenn man hoert, dass die Campingbewohner knapp 2 Meilen entfernt eine grosse klimatisierte Villa ihr eigen nennen und es dann doch vorziehen, die Wochenende im Wohnwagen oder Zelt zu verbringen. Und das vor der Haustuer...naja....hier fiel mir ein, dass viele Vorfahren der US Bewohner Hollaender waren.....

Nach dem exzellenten Burger hoerten wir bereits den ersten Marsch der etwas, sagen wir mal teilweise dodekaphonisch klingenden, lokalen County Band hoerten. WIr wechselten den Standort und Denise packte einen unwahrscheinlichen Luxus-Strandstuhl mit sogar Fusslehnen, Trinkflaschenhalter und Kopfstuetze aus. Daneben ein einfacher Stuhl und eine Decke am Boden. Denise liebe es, am Boden zu sitzen. Und man habe diesen Luxusstuhl extra fuer mich mitgebracht. Bud wollte sich nicht hinsetzen, da er in 10 Minuten eh zur Kirche musste. Widerwillig besetzte ich dann das kleine Koenigreich von einem Stuhl. Die HErrschaft hielt mit eisenem Willen bis nach Ende der Zugabe statt. Das Orchester liefterte sich eine sehr blutige und wilde Schlacht gegen sehr boese und dunkle Kreuze, Be's, Aufloesungszeichen, raffiniert taktierende Rhythmen und sogar fiese, unberechenbare Einsaetze. Das Orchester schien sehr oft sehr boese vom hinterhaeltigen Feind ueberrascht zu werden und die groessten Helden wurden mehrmals fast in die Knie gezwungen. Doch bevor der letzte Musiker mitten im Stueck, aeh, in der Schlacht, seine Bastion aufgab, hatte sich neue Resistenz gebildet und unter mutigem, oft nervoesen und flatterhaftem Taktstockschwingen der vom Kampf gezeichneten Dirigentin wurde nicht desertiert und der Kampf mit neuer Zuversicht auf Rettung und erreichen des Schlachtendes aufgenommen. Es soll betont werden, dass niemand zu Schaden kam, alle haben ueberlebt, keiner arbeitete mit boesen Tricks. DIeser Musikverein hat mehr Durchhaltevermoegen als erwartet und das stete und herzhafte Bemuehen der Bezwingen des Werkes wurde mit stark anhaltendem Applaus gewuerdigt. Einige "Zugabe" Rufe aus der Gegend einer anderen Kampdgemeinschaft (die sollen aus so einem kleinen GrossHERZzogtum sein, das aber nicht gross sondern klein ist) wurden sogar einige Takte sicher wiederholt. Fuer einen lokalen Musikverein wurde die Schlacht sehr ehrbar gewonnen.

Nach diesem aufregenden Abend war dann ein Harry Potter Abend angesagt. Da ich als einzige Film 3 noch nicht gesehen hatte, wurde dieser gewaehlt und der Tag fand einen schoenen, emotionalen, voldemortfreien Ausklang. Nachdem der Tagesplan fuer heute besprochen war (ich musste NICHT zum Zahnarzt....), klang der Tag mit einigen Harry Potterkapiteln gegen 2h30 aus. 

27.7.07 05:42

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