Fudge

Nach 4 Versuchen nun ein erstes Kochresümee!

 

Das Rezept zur Herstellung von eigenem Fudge bekam ich von Denise Delano in Iron Mountain. Sie wies mich darauf hin, dass das genaue Einhalten der genauen Siedetemperaturen unabdingbar zum Gelingen eines rechtmässigen Fudges beitragen würden. Per Internet bereitet das Konvertieren der Werte aus Fahrenheit in Celsius keine Probleme.

1. Versuch 

Mit Tafel- statt Kochschokolade (mangelns Anwesenheit im Supermarkt) wird das Gebräu laut Delano Rezept erhitzt, auf eine Temperatur, die den 238 F ungefähr zu entsprechen schien und abgekühlt........auch nach Augenmass.

Das ganze Gebräu wollte aber einfach nicht fest werden. Irgendwas hat nicht funktioniert. Hätte ich doch Siurp nehmen sollen, (gab es im Match nicht) statt nur Zucker, obwohl Sirup biochemisch gesehen auch Zuckerfunktion hat...hm

Jedenfalls wurde es trotz 45-minütigem Rühren nichts :-) Das flüssige Resultat wanderte nach einer Verköstigung in den Abfluss....

 

2. Versuch 

Nach Recherchieren der ganz genauen Massen (Was ist eine Floz?) das Dilemma:

eine Ounce kann je nach Bundesstaat eine andere Quantität beinhalten, Ouncen werden in Gramm übersetzt, auch bei flüssigen Substanzen, beim Backen nicht sehr hilfreich und je nachdem welche Behörde zuständig ist, variiert die Definition....ein gewisses Mass kann so 0,x o,ox oder o,oox sein.....sehr verwirrend.

Und ein Cup ist nicht notwendigerweise der Inhalt einer Tasse sondern ein eigenes Mass. Ein Cup können 16 Spoons sein, also Suppenlöffel, deren Kelle kleiner ist als unsere, also 16 "keine ganz vollen Suppenlöffel"...immerin kommt man der Masse schon näher (ich habe kein scharfes -s, sorry).

Mit genormteren Zutaten wurde beim 2. Versuch das Resultat solide, also fest. Fest im Sinne der Konsitenz von Beton. Aber irgendwie sehr sprödem Beton, wo auch noch die Zuckerkristalle kristallisiert und teilweise karamelisiert waren....nicht gut.

3. Versuch  

Nach Erwerb von Ahornsirup -leider noch kein Cornsirup, aber was anderes hatte Cactus nicht zu bieten- und der Anschaffung von Kochschokolade sollte das Web mit zusätzliche Hilfestellung bieten.

Einige Seiten lieferten Fudgerezepte, teilweise mit enormen Abweichungen, der Schlüssel zum wenigsten teilweisen Gelingen war dann youtube. Eine gewissen Diane irgendwas zeigt hier Back-Clips und so kann man Schritt für Schritt die Herstellung von Fudge beobachten. Trotz unterschiedlicher Backzutaten konnten so Fehlerquellen ausgermerzt werden und mein Fudge wurde besser. Wenn man zuerst Sirup Zucker und Milch zusammenbraut, ist das Problem des kristalisierenden Zuckers gelöst.

Das Resultat kam so circa 75% an das gewollte Endresultat heran.

Beim Auftragen anlässlich einer Familienfeier erfreute sich mein "Pseudo-Fudge" erregter Beliebtheit, welch Wunder.

4. Versuch 

Ein amerikanischer Spieleabend war die Devise für Mariä Himmelfahrt. Unser traditioneller Abend war ferienbedingt in kleinerem Kreis zustande gekommen. Nachdem wir aus organisatorischen Gründen Pasties vom Speiseplan genommen hatten, wollten wir ein Wok-Gericht mit viel frischem Gemüse vorbereiten.

Beim gemeinsamen Kochen mit den Harry-Potter-festen Teilnehmern wurde die Nachfrage nach Fudga laut. Mir war entfallen, dass das Haupttrio in Band 3 oder 4 anscheinend auch Fudge verköstigte.

Die Neugierde auf dieses Produkt war somit geweckt.

Die Zubereitung ging sehr schnell und bis auf ein kurzes Verbrennen mit dem heissen Zucker-Gebräu anlässlich des notwendigen Kontrollierens des Zerstöens der Zuckerkristalle zu einer homogenen Mischung, ging alles fehlerfrei vonstatten. Es sei bemerkt, dass die Konsistenz, die die Köchin im Clip erreicht, von uns nicht unbedingt so real imitiert werden konnte.

Dennoch stellte das Resultat die Gäste zufrieden und der Fudge wurde in erstaunlich kurzen Zeit kulinarisch vernichtet.

Dies war der vorerst letzte Fudge-Herstellungs-Versuch.

Aber irgendwie muss doch das gewünschte Resultat auch erreichbar sein... 

 

28.8.07 14:15

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